Erkenntnisse aus der Wolfstudie

Wieviel Wolf steckt noch im Hund?

Es ist kein großes Geheimnis: Hund und Wolf teilen sich einen gemeinsamen Vorfahren, aber wie viel haben der Hund und sein wild lebender Verwandter noch gemein? Genetische Analysen belegen, dass die Domestikation des Hundes vor 18.000 bis 32.000 Jahren in Europa stattfand. Die Entwicklung zu unterschiedlichen Typen und Rassen hat letztendlich ihren Ursprung vor etwa 16.000 Jahren im heutigen Südchina.

 Im Zuge der Anpassung an den Menschen, sein Umfeld und seine Gepflogenheiten, fanden beim Wolf in seiner Entwicklung zum Hund viele Veränderungen statt. Der Mensch begann den Hund nach seinen Vorstellungen und Zielen zu züchten. Fertigkeiten wie Jagen, Hüten und Wachen standen dabei im Vordergrund.

Genetisch unterscheiden sich Hund und der heute lebende Wolf nicht sehr, dennoch gibt es feine Unterschiede, die aus dem Hund eben keinen Wolf mehr machen. Eine der größten Veränderungen , die aus dem Lebensstil unserer heutigen Hunde im Zusammenleben mit uns entstand, ist die Ernährung: Auf dem Speiseplan der domestizierten Hunde stand seit je her menschliche Nahrung, meistens sogar nur Essensreste. Denn nur sehr selten konnten es sich die Menschen leisten, ihre eigene Nahrung mit den Hunden zu teilen.

Der Hund hat seinen Verdauungsmechanismus an Menschennahrung angepasst. Sein Gebiss wurde kleiner im Vergleich zu seinen wilden Verwandten, ebenso hat sein Verdauungstrakt deutlich an Robustheit verloren. So wird ein zu viel an manchen Nahrungsbestandteilen, wie zum Beispiel Knochen oder Haut schnell zum Problem für den Hund.

Wie eine aktuelle Studie aus Uppsala (Schweden) belegt, unterscheidet sich der Verdauungstrakt von Hund und Wolf in seiner Fähigkeit Stärke, also Kohlenhydrate, zu verdauen. Die Gene, welche für den Stärke-Stoffwechsel zuständig sind, weisen beim Hund eine weitaus höhere Aktivität auf als die des Wolfes. Kein Wunder, denn Getreide und Stärke stehen seit Jahrtausenden auf dem Speiseplan von Mensch und Hund.

Getreide kann vom Hund also im Gegensatz zum Wolf mittlerweile gut verdaut werden. Aber auch der Wolf nutzt die bereits vorverdauten Ballaststoffe aus dem Verdauungstrakt seiner Beutetiere. Er ist daher auch kein reiner Fleischfresser. Je nach Nahrungsangebot kann er auf Früchte, Gräser und Wurzeln ausweichen, denn reines Muskelfleisch alleine würde den Bedarf eines Wolfes in freier Natur nicht decken.

Wolf und Hund sind also zwar in der „Systematik der Lebewesen“ Carnivoren, also Fleischfresser. Ernährungsphysiologisch betrachtet sind beide allerdings Carniomnivoren also Fleisch- und Allesfresser. Auch wenn tierisches Protein für beide extrem wichtig ist, sind Kohlenhydrate und Ballaststoffe in gleicher Weise für Hund und Wolf lebensnotwendig.

Eine zeitgemäße, optimal zusammengestellte Nahrung für den Hund von heute ist folglich nicht zwangsläufig proteingeprägt. Vielmehr berücksichtigt sie seine tatsächlichen, in Jahrtausenden entstandenen Bedürfnisse: Sie enthält an seine heutige Lebensweise, seine tatsächliche Aktivität und seinen individuellen Stoffwechsel-Bedarf angepasste eher moderate Mengen an Eiweiß und Fett und zudem hochverdauliche, schnell verfügbare Kohlenhydrate. All dies idealerweise in Rezepturen, die sich in ihrer Zusammensetzung an der Vielfalt der Natur orientieren und dazu eine einzigartige Kombination von besten Kräutern und weiteren wertvollen, gesundheitsfördernden Bestandteilen der Natur enthalten: wie beim Happy Dog Supreme Sortiment mit dem einzigartigen Happy Dog Natural Life Concept.

Haku