Jedem verantwortungsbewussten Hundehalter ist es wichtig, die Gesundheit und Vitalität seines Vierbeiners bis ins hohe Alter zu erhalten. Die häufigsten Fragen zur Hunde-Gesundheit beantworten wir Ihnen hier.

Spezielle Informationen zu Welpen finden Sie in unserer Happy Dog Welpenwelt.

Fragen zu Übergewicht beim Hund und Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Hundediät finden Sie auf unserer Hunde-Ratgeber Seite Hundediät.

Hier ist es zwar sinnvoll eine Kost mit hohem Energiegehalt zu füttern, aber „Hochleistungsfutter“ mit viel Protein (Eiweiß) und Fett sind oft wenig hilfreich. Das viele Eiweiß kann bei veranlagten Tieren wie „Hafer beim Pferd“ wirken! Die Tiere werden noch „hibbeliger“ und nehmen trotz des gehaltvollen Futters nicht recht zu. In solchen Fällen empfiehlt es sich besser eine etwas größere Menge eines nicht ganz so gehaltvollen Futters zu verwenden oder/und einfach etwas Fett (in Form von Sonnenblumenöl, Distelöl etc.) zu ergänzen und so die Ration üppiger zu gestalten!

Eine Kastration bewirkt im Organismus weitreichende hormonelle Veränderungen, die Auswirkungen auf den gesamten Stoffwechsel haben. Daher nehmen die Tiere nach einer Kastration bei gleichbleibender Ernährung und Bewegung zu. Es wird angenommen, dass ein kastriertes Tier aufgrund dieser Stoffwechselveränderungen nur noch 75 – 80% der Futter- und Energiemenge (Kalorienmenge) benötigt, die es vor der Kastration brauchte. 

Daher ist es nach einer Kastration äußerst wichtig die Fütterung anzupassen und das Gewicht des Tieres regelmäßig – idealerweise 14-tägig oder spätestens monatlich –  zu kontrollieren. 

Das ideale Futter nach einer Kastration enthält weniger „Energie“ also weniger Kalorien als das Futter, das das Tier vorher bekommen hat. Für den Hund gibt es dazu spezielle Rezepturen wie Happy Dog Supreme Toscana, Light Calorie Control oder Mini Light

Zudem sollte man sehr konsequent darauf achten, dass es nicht so viel „nebenher“ gibt. Wenn, dann am besten kleinere Mengen von Leckerchen oder Snacks, die weniger gehaltvoll sind. Beim Hund kann man beispielsweise auch Möhren oder Apfelstücke als „Zwischenmahlzeiten“ anbieten. Soll es auch ab und an ein kräftiger Happen wie z.B. ein Schweineohr sein, so streicht man für diesen Tag idealerweise eine Trockenfutter-Mahlzeit. 

Ein weiterer guter Tipp um Übergewicht vorzubeugen ist es, den Hund zu mehr Bewegung zu motivieren: Schon 15 Minuten längere Spaziergänge oder das Einbauen von Apportierspielen in den Spaziergang können den Stoffwechsel effektiv ankurbeln.

Kratzt sich Ihr Hund häufig? Hat er Hautprobleme? Hat er besonders bei getreidehaltigem Futter Probleme?

Dies können Anzeichen einer Getreideallergie sein. Beim Verdacht auf Getreideallergie ist die Umstellung auf eine getreidefreie Kost wie zum Beispiel Happy Dog Supreme Sensible Africa, Canada oder Karibik empfehlenswert. Ein Futterwechsel ist jedoch nur dann wirklich effektiv, wenn sehr konsequent darauf geachtet wird, dass keinerlei getreidehaltigen Dinge nebenher gegeben werden. Besonders vorsichtig sollte man mit Leckerchen sein, da diese oft versteckt Getreide enthalten.

Hier finden Sie eine Übersicht über unser Getreidefreies Hundefutter »

Achtung: Liegt ein besonders starker Juckreiz vor oder zeigen sich bereits Hautveränderungen, ist vor eigenen Maßnahmen unbedingt ein Tierarzt zu Rate zu ziehen!

Kann man Allergien mit der richtigen Fütterung vermeiden?

Nein, leider nicht. Allergien entstehen spontan – es ist also nicht vorhersehbar ob, wann und gegen was die Allergie besteht. Bei einer Allergie reagiert der Körper "überempfindlich" gegen ansonsten harmlose Stoffe – am Häufigsten Flohspeichel und Hausstaub. Auch gegen Nahrungsmittelbestandteile kann der Körper allergisch reagieren, allerdings ist das deutlich seltener der Fall als häufig angenommen: Nur einer von 10 Allergikern hat eine echte Futtermittelallergie.  Der Körper muss allerdings bereits Kontakt mit dem Auslöser gehabt haben, um eine Überreaktion auslösen zu können.

Eine Futtermittelallergie entsteht meist auf Futtermittelbestandteile, die regelmäßig gefüttert wurden. Zu den häufigsten Futtermittelallergenen zählen: Rind, Huhn, Ei, Schwein, Lamm, Weizen, Soja, Mais und Reis. Ein erhöhtes Risiko an einer Futtermittelallergie zu erkranken haben laut Studien folgende Hunderassen: West Highland White Terrier, Boxer, Golden Retriever, Labrador Retriever. Die Futtermittelallergie kann sich in Form einer hochgradigen Hauterkrankung (meist verursacht durch schweren Juckreiz) oder in Form von Verdauungsstörungen zeigen (Erbrechen, chronischer Durchfall, Blähungen usw.). In seltenen Fällen liegt eine Kombination aus Hauterkrankung und Verdauungsstörung vor.

Bei Lebensmittelallergien eignen sich speziell die Sorten Happy Dog Supreme Sensible Africa mit Strauß und Kartoffel und Happy Dog Supreme Sensible Karibik mit Kartoffel und Seefisch.

Hautprobleme können leider sehr viele, sehr unterschiedliche Ursache haben: zu hohe Eiweißgaben, Mangel an essentiellen Fettsäuren (einseitige Ernährung, Mangelernährung, mangelhafte Aufnahme infolge einer Stoffwechselstörung)  Zusatzstoffe im Futter und in Leckerchen, Parasitenbefall, bakterielle Hautinfektionen, Allergieprobleme, Organerkrankungen (Niere, Leber etc.) und so weiter.

Eine pauschale Empfehlung ist daher nicht möglich. Ein Futterwechsel kann sich sehr positiv auswirken, wenn die bisherige Fütterung die tatsächlichen Bedürfnisse des Hundes nicht optimal decken konnte. Dabei ist der Rat eines Fachmannes bei der Auswahl der passenden Sorte meist sehr hilfreich. 

Wenn die Probleme sich als hartnäckig oder gravierend erweisen, sollte man jedoch nicht experimentieren, sondern einen auf Hauterkrankungen spezialisierten Tierarzt aufsuchen, um die Ursache genauer einzugrenzen und gezielt vorgehen zu können. Eine Futterumstellung reicht in diesen Fällen allein in aller Regel nicht aus.

Mit zunehmendem Alter sollten sie auf eine besonders schonende Ernährung achten. Für Hunde ab ca. 10 Jahre gibt es deshalb spezielle Senior-Produkte: Happy Dog Supreme Senior, Mini Senior und NaturCroq Senior. Allerdings sind manche Hunde trotz des höheren Alters noch sehr fit. Dann kann auch übergangsweise für längere Zeit die „normale Kost“ und die „Seniorenkost“ gemischt gefüttert werden.

Bei älteren, sehr ruhigen und zu Übergewicht neigenden Hunden kann bei Bedarf auch Happy Dog Light Calorie Control oder Mini Light mit der „Senior“-Nahrung gemischt werden, um Übergewicht vorzubeugen. Regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt helfen übrigens zusätzlich altersbedingte Schwächen rechtzeitig zu erkennen.

Leider ist eine pauschale Empfehlung nicht möglich, weil es zu viele verschiedene Ursachen für Verdauungsprobleme gibt:

Futterneid, Stress, Magen-Darm-Infektionen, Leber-/Nierenerkrankung, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Futtermittelallergie, Futtermittelunverträglichkeit, Motilitätsstörungen (Störung der Magen-Darm-Tätigkeit), Missbildungen (z.B. der Speiseröhre => „Falsches Erbrechen“), Darmverschluss, Fremdkörper, Selten: Vergiftungen, Tumorerkrankungen und so weiter. 

Die Futterumstellung auf ein besonders hochverdauliches Futter (z.B. Happy Dog Mini, Medium oder Maxi Adult bzw. Supreme Sensible Neuseeland oder Mini Neuseeland) ist ein guter erster Schritt. Wegen der vielen unterschiedlichen Ursachen ist bei der Auswahl des passenden Futters der Rat eines Fachmannes sinnvoll. Wenn das Befinden des Tieres stärker gestört ist und/oder die Probleme immer wieder auftreten, sollte man aber besser nicht unnötig Zeit verlieren und das Tier umgehend beim Tierarzt vorstellen. Das gilt insbesondere für relativ junge und ältere Tiere. Meist sind dann eine zusätzliche Behandlung und eine spezielle Diät erforderlich. Wenn die Diagnose feststeht, kann man übrigens auch viel leichter die im Einzelfall passende Fütterung finden. 

Einen generellen Tipp gibt es aber:

  • Möglichst nicht unnötig das Futter wechseln, wenn man ein passendes Futter gefunden hat.
  • Auch bei den Leckerchen lieber nur wenige, dafür gut verträgliche Sorten verwenden und möglichst nicht experimentieren!

Nein. Eine perfekt ausgewogene nicht zu gehaltvolle Kost – wie die Happy Dog–Rezepturen – in bedarfsgerechter Menge ist die optimale Unterstützung, um ernährungsbedingte Wachstumsstörungen zu vermeiden und daher sehr wichtig. Aber: die Entstehung von HD und ED wird durch viele Faktoren beeinflusst, z.B. durch eine ererbte Veranlagung, lockere Bänder, Überversorgung mit Futterzusätzen, Überbeanspruchung und Übergewicht.

Hunde haben zwar von Natur aus ein starkes und robustes Gebiss, dennoch sind Zahnerkrankungen keine Seltenheit – im Gegenteil. Geschätzte zwei Drittel der Hunde, älter als drei Jahre, sind betroffen.

Zahnbelag ist die Hauptursache für Zahnerkrankungen

Hauptauslöser von Zahnerkrankungen ist Zahnbelag (Plaque). Werden diese Beläge nicht entfernt, bildet sich mit der Zeit der sogenannte Zahnstein. Hier siedeln sich Bakterien an, die zu Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis) führen. Greift diese Entzündung auf das Zahnbett über (Parodontitis), kann sie bis zum Zahnverlust führen. Im schlimmsten Fall verbreiten sich die Bakterien sogar im gesamten Körper und schädigen die inneren Organe. Hat sich bereits Zahnstein gebildet, kann dieser nur noch vom Tierarzt entfernt werden.

Vorbeugen durch die richtige Zahnpflege

Im Idealfall bedeutet Zahnhygiene beim Hund regelmäßiges Putzen mit einer speziellen Zahnbürste und -pasta. Wird dies von klein auf trainiert, lassen es sich die meisten Hunde gut gefallen. Zahnpasta für Menschen ist für Hunde natürlich tabu. Zum einen mögen die Vierbeiner den Geschmack nicht, zum anderen enthalten die Produkte oftmals Stoffe, die für Hunde ungesund sind.

Für Hunde, die sich nicht an das Zähneputzen gewöhnen lassen, sind Zahnpflegegels oder spezielle Mundspüllösungen fürs Trinkwasser eine gute Alternative.

Auch die Hundeernährung kann vorbeugen

Durch die richtige Ernährung kann der Zahnsteinbildung ebenfalls vorgebeugt werden: Büffelhautknochen sind beispielsweise nicht nur ein artgerechter Zeitvertreib, sondern helfen dabei, Zahnbelag beim Kauen zu entfernen. Wenig effektiv, dafür aber sehr kalorienreich, sind hingegen Schweineohren, Hundekuchen oder Ochsenziemer.

Zur Zahnpflege beitragen kann aber auch Trockenfutter, da beim Kauen der Kroketten ebenfalls Zahnbelag abgerieben wird. Um den positiven Effekt zu erreichen, sollten Halter allerdings immer auf die richtige Größe der Kroketten achten: sind sie zu klein, wird das Futter einfach heruntergeschlungen und der positive Effekt für die Zähne bleibt aus.

Neben der Art des Futters, ist auch die Anzahl der täglichen Mahlzeiten entscheidend. Häufige Zwischenmahlzeiten und Leckerlies vermindern die Selbstreinigung des Gebisses und können somit das Entstehen von Zahnstein begünstigen.

Regelmäßiger Zahn-Check

Erkrankungen der Maulhöhle bleiben lange Zeit unbemerkt, denn Hunde versuchen Schmerzen so lange wie möglich zu verbergen. Wie für uns Menschen gilt daher auch für den Hund: einmal im Jahr sollten ein Zahn-Check durchgeführt werden. Dieser erfolgt meist im Rahmen der normalen Routineuntersuchung oder bei Impfterminen durch Ihren Tierarzt. Zusätzlich sollten Sie auch Zuhause regelmäßig einen Kontrollblick in das Maul Ihres Hundes werfen und auf Beläge und schlechten Atem achten. So sind die entsprechenden Handgriffe Ihrem Hund zudem vertraut und  die Kontrolle läuft für ihn deutlich stressfreier ab.

Der Zeitpunkt des Fellwechsel wird von der Tageslichtlänge beeinflusst. Daher haaren Hunde in der Regel im Frühjahr und im Herbst. Ein normaler Fellwechsel dauert zwischen 6 und 7 Wochen. Manche Hunde haaren allerdings das ganze Jahr über: vor allem Kastraten haben oft Probleme damit und auch bei älteren Tieren dauert der Fellwechsel länger.

Gegen die fliegenden Fellflocken hilft nur bürsten – am besten täglich. Dadurch werden die losen Haare entfernt und die Haut wird vermehrt durchblutet.

Unterstützen können Sie Ihren Hund im Fellwechsel neben der Fütterung eines hochwertigen Hundefutters (z.B. Happy Dog Sensible Nutrition Irland) auch durch Nahrungszusätze:

  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
    z.B. in Lachsöl, Hanföl, Leinöl. Sie sorgen dafür, dass das Fell wieder schneller und schöner nachwächst und versorgen die Haut mit allem, was sie in dieser Zeit braucht.  Achtung: Steigern Sie die Menge langsam, sonst könnte das bei einem empfindlichen Hund zu Durchfall führen! Als Dosierungs-Faustregel gilt: kurweise kann  man 0,5 – 1,0 g Öl pro Kilogramm Körpergewicht geben. 
  • Bierhefe
    Enthält hochwertige Aminosäuren, hat einen hohen Gehalt an B-Vitaminen und auch an Vitamin E und Vitamin H (= Biotin). Außerdem liefert sie wertvolle Mineralstoffe wie Zink und Eisen. All diese Inhaltsstoffe erleichtern die Zeiten des Fellwechsels, können auch kurweise gegeben werden und tun dem Hund, seiner Haut und seinem Fell gut.

Parasitenbefall beim Hund ist nicht nur lästig

Die meisten Hundebesitzer hatten bereits Kontakt mit dem einen oder anderen Parasiten beim Hund. Gerade Zecken dürften den Meisten ein Begriff sein. Parasiten beim Hund sind lästig –  aber auch gefährlich! Und das nicht nur für den Vierbeiner. So siedeln sich Flöhe gerne im Zuhause des Hundes an – Ihrem Zuhause. Die Wenigsten des kleinen Ungeziefers sitzen auf ihrem Wirt. Oft suchen sie sich ein schönes Plätzchen in der Wohnung. Auf diese Weise können auch wir Zweibeiner zur leckeren Futterquelle für die Flöhe werden. Ähnlich ist es bei Zecken. Gelangen diese unentdeckt über den Hund in das Haus, fallen sie vollgesogen irgendwann vom Tier ab. Benötigen sie zur Fortpflanzung noch mehr Blut, können sie auch den Menschen beißen. Schlimmstenfalls wächst sogar eine neue Zeckengeneration heran. Doch welche Parasiten auf der Haut des Hundes gibt es? Warum sind sie gefährlich? Wie erkennt man sie und welche Maßnahmen für den Parasitenschutz beim Hund gibt es?

  • Flöhe beim Hund - wahre Springmeister
  • Läuse beim Hund - kaum sichtbarer Parasitenbefall
  • Milben beim Hund - mikroskopisch klein
  • Mücken beim Hund - stechende Plagegeister
  • Zecken beim Hund - die kleinen Blutsauger der Natur

Verschiedene Parasitenarten beim Hund – vom Floh bis zur Zecke

So schön die Vielfalt der Natur ist, so lästig kann sie sein. Parasiten, die den Hund befallen, gibt es in zahlreichen Arten und Unterarten. Gefährlich sind alle – zum Teil auch für den Menschen. Parasiten, die sich auf der Haut des Tieres ansiedeln, bezeichnet man als Ektoparasiten. Für Parasiten im Hundekörper wird der Begriff Endoparasiten genutzt. Nicht jedes Abwehrmittel hilft gegen jeden Parasitenbefall beim Hund. Die Behandlung muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Flöhe beim Hund – wahre Springmeister

Flöhe sind flügellose Insekten. Dennoch können sie dank ihrer kräftigen Beine große Strecken zurücklegen. In Deutschland finden sich etwa 70 der weltweit über 2.000 Arten. Die häufigsten Vertreter seiner Art sind der Katzen- und Menschenfloh. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Zwar könnte man vermuten, dass der Katzenfloh nur Katzen befällt. Jedoch sucht der Floh auch Hunde oder gar Menschen heim. Der Hundefloh ist seltener.

Die Entwicklungsstadien eines Flohs

Eine Flohpopulation besteht aus Eiern, Larven, Puppen und erwachsenen Tieren. Letztere machen gerade einmal 5 % aus, die Eier 50 %, die Larven 35 % und die Puppen 10 %. Während der gesamten Entwicklung sitzt der Floh auf dem Hund.

  • Über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen legen Flohweibchen ca. 30 bis 50 Eier pro Tag
  • Die Eier fallen aus dem Fell in die Umgebung des Hundes
  • Nach 1 bis 10 Tagen schlüpft aus jedem Ei eine augenlose Larve mit Borsten
  • Die Larven ernähren sich von organischen Materialien wie Hautschuppen und Flohkot
  • Da sie lichtscheu sind, verbringen sie den Tag in Ritzen oder im Teppich
  • Die Larven häuten sich insgesamt 3 Mal
  • Die dritte Larve spinnt für ihre Puppenruhe einen Kokon
  • Nach 5 bis 9 Tagen schlüpft der erwachsene Floh - bei nicht-optimalen Bedingungen, kann dies mehrere Monate dauern
  • Ist der Floh geschlüpft, sucht er sich am selben Tag die erste Blut-Mahlzeit
  • Nach bereits einem Tag ist er geschlechtsreif – am Folgetag beginnt die Eiablage der Weibchen
  • Weibliche Flöhe können permanent Eier legen
  • Ein Floh kann bis zu 3 Monate alt werden

Unter optimalen Bedingungen – bei 20 bis 23 °C und 50 bis 90 % Luftfeuchtigkeit – liegt die kürzeste Entwicklungszeit beim Katzenfloh (Ctenocephalides felis) bei 11 Tagen. Der Hundefloh (Ctenocephalides canis) benötigt bestenfalls 18 Tage.

Warum brauchen Flöhe Blut?

Erwachsene Flöhe nutzen das Blut ihres Wirtes als Nahrung. Auf diese Art sichern sie nicht nur ihr Überleben, sondern sorgen für ausreichend Energie, um sich fortzupflanzen. Das tägliche Blutsaugen kann bis zu zwei Stunden dauern. Währenddessen nehmen die Flöhe die zehn- bis zwanzigfache Menge ihres Magenvolumens auf. Aufgrund dieser enormen Blutmenge können Hunde bei einem starken Flohbefall an einer schweren Blutarmut erkranken oder sogar sterben.

Äußere Anzeichen bei Flohbefall

Ist der Hund mit Flöhen befallen, leidet er unter starkem Juckreiz. Oftmals verliert er Fell, hat Krusten und Kratzwunden. Sehr häufig leiden die befallenen Hunde an einer Flohallergiedermatitis. Diese wird durch eine allergische Reaktion auf bestimmte Inhaltsstoffe des Flohspeichels verursacht. Schwere Hautentzündungen und Rötungen sind die Folge. Die Flohallergie kommt deutlich öfter vor als beispielsweise eine Futtermittelallergie. Leidet der Hund also unter verstärktem Juckreiz, sollten Sie ihn zu allererst auf einen Flohbefall hin untersuchen. Doch das ist nicht alles: Die Bissstellen können sich entzünden. Neben dem eigentlichen Befall übertragen Flöhe beim Hund zudem weitere Parasiten wie Bandwürmer, Milben und Bakterien.

Erwachsene Flöhe, gerade bei einem starken Befall, sind mit dem menschlichen Auge gut sichtbar. Die Eier oder Eierpakete hingegen können kaum wahrgenommen werden. Ein sicheres Indiz für einen Flohbefall ist der abgesetzte Kot. Stellen Sie Ihren Hund über ein weißes Blatt Papier und bürsten Sie ihn gegen den Haarstrich. Verschmieren sie die herabfallenden Bestandteile mit dem feuchten Finger oder einem Tuch. Der dunkle Flohkot färbt sich auf diese Weise rotbraun und ein Befall wird deutlich.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Generell sollten Sie den Kontakt mit Hunden vermeiden, die bereits von Flöhen befallen sind. Da Flöhe weit springen können, sollten Sie einen großen Bogen um befallene Hunde machen. Regelmäßige Fellpflege hilft einem Flohbefall beim Hund vorzubeugen oder diesen zumindest rechtzeitig zu entdecken. Einige Spot On Präparate können als Flohschutz beim Hund genutzt werden. Ist der Vierbeiner bereits betroffen, suchen Sie einen Tierarzt auf. Dieser kann eine genaue Diagnose stellen und die Behandlung mit Medikamenten gegen den Floh und einen möglichen Wurmbefall einleiten. Wichtig: Es reicht nicht, den Hund mit Halsbändern, Spray, Bad oder Puder zu entflohen. Reinigen Sie Ihre Wohnung und jede Umgebung, in der sich ihr Hund regelmäßig aufhält (Auto, Büro etc.) gründlich. Neben dem Absaugen (Achtung: Staubsaugerbeutel nach dem Reinigen austauschen) können Sie spezielle Flohsprays aus dem Fachhandel nutzen (bitte Gebrauchshinweis beachten). Waschen Sie zudem alle Decken, Kissen und Körbchen – am besten mehrfach. Kleiner Tipp: Adulte Flöhe sterben bei kalten Temperaturen. Wenn Sie einen Gegenstand mind. 24 Stunden in das Gefrierfach legen, stirbt der Parasit ab. Die Eier können diese Prozedur jedoch überleben. Hier hilft am besten das Waschen mit einem speziellen Waschmittel. Nach ca. 2 Wochen sollten Sie die gesamte Prozedur wiederholen.

Läuse beim Hund – kaum sichtbarer Parasitenbefall 

Wie bei den Flöhen, gibt es eine Vielzahl an Läusearten. Diese gehören ebenfalls zu den flügellosen Insekten und lassen sich grob in zwei Arten einteilen: saugende und beißende Läuse. Saugende Läuse ernähren sich vom Blut des Hundes. Beißende Läuse, wie Kieferläuse oder Haarlinge hingegen, fressen die Hautschuppen und Haare des Vierbeiners. Die Kieferlaus hat ihren Namen nicht von ungefähr. Sie besitzt kräftige Kiefer, mit denen sie Haut und Haare zerkleinern kann. Hat der Hund Läuse, ist dies zwar nicht tödlich, aber mit Sicherheit lästig.

Die Entwicklungsstadien am Beispiel einer Kopflaus

Eine erwachsene Laus lebt bis zu 4 Wochen. In dieser Zeit können Weibchen bis zu 100 Eier (Nissen) ablegen. Dank einem festklebenden, wasserunlöslichen Kitt haften die Nester im Hundefell.

  • Nach ca. 9 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern
  • Die Larven durchleben 3 Stadien, die jeweils ca. 9 Tage dauern
  • Nach dieser Zeit sind Läuse geschlechtsreif
  • Zwei Tage nach der Geschlechtsreife können sie mit der Eiablage beginnen

Ca. 3 Wochen später ist eine neue, vermehrungsfähige Läusegeneration herangewachsen.

Äußere Anzeichen bei einem Befall mit Läusen

Ähnlich wie bei Flöhen leiden betroffene Tiere unter starkem Juckreiz, Verkrustungen und Haarausfall. Hinzu kommen Unruhe, feucht-schmierige Hautveränderungen und Hautschuppungen. Entdecken Sie einen Läusebefall beim Hund, lassen Sie ihn auf jeden Fall tierärztlich behandeln.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Die erwachsene Laus auf dem Hund ist für das menschliche Auge nicht sichtbar. Auffälliger sind Nissen. Ist ein Hund von Läusen befallen, hilft meist nur der Gang zum Tierarzt. Der Arzt kann durch eine mikroskopische Untersuchung den Läusebefall beim Hund nachweisen und Insekten-tötende Puder oder Badekuren verschreiben. Er kann auch spezielle Medikamente verabreichen. Reinigen Sie die gesamte Umgebung des Hundes gründlich. Ähnlich wie bei einer Flohbekämpfung müssen Sie Decken, Kissen und Co. waschen und den gesamten Bereich gründlich saugen. Ein Insektizid-Spray tötet noch vorhandene Eier und Läuse. Nehmen Sie die Reinigung unbedingt regelmäßig vor, denn es müssen alle Läuse auf dem Hund in jedem Entwicklungsstadium abgetötet werden. Ein Flohhalsband kann als Prophylaxe dienen (bitte die Gebrauchshinweise beachten). So können Sie einem erneuten Flohbefall beim Hund vorbeugen.

Milben beim Hund – mikroskopisch klein

Eine gewisse Menge und Art an Milben auf der Haut des Hundes ist normal. Die Demodexmilbe beispielsweise gehört zur natürlichen Hautfauna und ist immer auf dem Vierbeiner zu finden. Erst, wenn ihre Anzahl überhandnimmt, zum Beispiel bei einem geschwächten Immunsystem, wird die Milbe lästig. Andere Milben wie die Raubmilbe oder die Grasmilbe werden auf Tiere übertragen.

Die Entwicklungsstadien einer Milbe

Milben durchlaufen vier Entwicklungsstufen – vom Ei bis zum erwachsenen Tier. Bei manchen Arten sind es weniger. In der Regel sieht der Zyklus wie folgt aus: Aus dem Ei schlüpft eine sechsbeinige Larve. Daraus entwickelt sich eine achtbeinige Proto. Nach der Entwicklung zur Deutonymphe und Tritonnymphe folgt das adulte Tier.

Was Milben fressen

Die Nahrung der Milben ist abhängig von der Art. So ernähren sie sich von Zellsaft, Lymphflüssigkeit, Blut, aber auch von pflanzlichen Bestandteilen.

Äußere Anzeichen bei einem Milbenbefall

Leidet der Hund unter Milben – mit Ausnahme der Demodexmilbe – macht sich dies in der Regel durch einen verstärkten Juckreiz bemerkbar. Charakteristische Hautreaktionen treten auf. Teilweise sind Milben Blutsauger und leben permanent auf ihrem Wirt. Sichtbar sind die Milben beim Hund mit bloßem Auge jedoch nicht. Um sie nachzuweisen, entnimmt der Tierarzt am Übergangsbereich von gesunder zu erkrankter Haut Hautgeschabsel mit einem Skalpell. Diese werden unter dem Mikroskop untersucht. Wenn diese Probe nicht eindeutig sein sollte, muss der Arzt eine Gewebeprobe entnehmen.

Sonderfall Demodexmilbe

Die Demodexmilbe des Hundes gehört zu dessen normaler Hautfauna. Kommt es zu einer exzessiven Vermehrung der Milbe durch ein geschwächtes Immunsystem, führt dies zu einer sogenannten Demodikose – einer parasitären Hauterkrankung (Räudeform). Die Demodex canis lebt vor allem in den Haarfollikeln sowie den Talg- und apokrinen Schweißdrüsen.

Nimmt die Demodexmilbe überhand, werden die Haare im Bereich der betroffenen Haarbälge zerstört. Haarlose Hautbezirke sind die Folge. Entzündliche Veränderungen des Gewebes, das die Haarbälge umgibt, sind möglich; Hautrötungen und Schuppenbildung können auftreten. Der Juckreiz ist unterschiedlich stark ausgebildet.

Es gibt zwei Erkrankungsformen:

  • Lokalisierte Demodikose: örtlich begrenzt; kommt überwiegend bei Junghunden vor. Es entstehen bis zu 5 kleine schuppige, haarlose Hautstellen. Sie verläuft in der Regel gutartig mit einer spontanen Heilung.
  • Generalisierte Demodikose: mind. 6 Hautstellen oder zwei Pfoten sind betroffen. Sie kann bakterielle Infektionen als Folge haben und tritt bei Hunden jedes Alters auf.

Die Behandlung und Kontrolle durch den Tierarzt ist bei beiden Verläufen notwendig.

Grasmilbe – die Gefahr im satten Grün

Viele Hunde lieben es im Frühling und Sommer durch Wiesen zu streifen. Doch gerade hier lauert die Grasmilbe. Ihr Biss verursacht rötliche Pusteln, die tagelang jucken können. Die Spinnentiere gehören zur Gruppe der Laufmilben. Je nach Witterung schlüpfen sie im Juni oder Juli. Als Parasiten leben sie nur im Larvenstadium. Die meist blass orange gefärbten Larven klettern auf die Spitzen der Grashalme und springen von dort auf ihren Wirt über. Sie ernähren sich vom Zellsaft und der Lymphflüssigkeit und fühlen sich in Hautfalten und Hautpartien mit dünner feuchter Haut besonders wohl – Pfoten, Ohren, Hals und Schwanzwurzel sind beim Hund stark betroffen. Der Biss selbst ist schmerzfrei, der Juckreiz umso hartnäckiger. Er setzt spätestens nach 24 Stunden ein und hält etwa eine Woche an. Starkes Kratzen kann zu allergischen Reaktionen oder gar Sekundärinfektionen führen.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Ist der Hund von Milben befallen, ist ein Gang zum Tierarzt unumgänglich. Dieser diagnostiziert den Befall und bestimmt die medikamentöse Behandlung je nach Milbenart. Hausmittelchen helfen hier ebenso wenig wie bei Flöhen. Neben Hundeshampoos mit antiparasitärer Wirkung können juckreizlindernde Salben, Tabletten oder Injektionen bei einem Milbenbefall des Hundes vom Tierarzt verordnet werden.

Mücken beim Hund – stechende Plagegeister

Wir kennen das: Ein gemütlicher Abendspaziergang, bestenfalls in der Nähe eines Flusses oder eines Sees, und schon sehen oder gar hören wir die lästigen Plagegeister: Mücken. Auch unsere Hunde verschonen sie nicht. Eine besonders hartnäckige Art der Blutsauger ist die Stechfliege. Sie kann eine große Menge Blut aufnehmen. Besonders beliebt sind haarlose Stellen wie der Bauch oder die Ohren des Hundes. Bei einem äußerst massiven Befall kann es zu Blutverlust kommen. Einige Hunde reagieren sogar allergisch auf den Fliegenspeichel.

Auf dem Vormarsch sind Kriebelmücken, die zu den Poolsaugern zählen. Deren Weibchen stechen nicht, sondern beißen. Mensch und Hund. Die heimische Mückenart ernährt sich vom Blut ihrer Wirte. Ihr Biss juckt stark, oft über Tage und Wochen, und kann zu Schwellungen oder gar Blutvergiftungen führen. Da die Parasiten Fließgewässer zur Eiablage benötigen, sind sie in der Nähe von Flüssen anzutreffen. Nach ein bis zwei Wochen schlüpfen aus den Eiern Larven, die sich zu Puppen entwickeln. Wenige Tage später schlüpfen neugeborene Mücken

Äußere Anzeichen bei einem Mückenbefall

Eine eindeutige Diagnose ist oft schwer. Typische Stichstellen, vermehrter Juckreiz oder erbsen- bis linsengroße Knötchen können ein Anzeichen sein. Auch eine allergische Reaktion ist möglich.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Die Stiche können Sie mit juckreizlindernden Salben behandeln. Als Schutz vor Mückenangriffen bietet der Fachhandel spezielle Sprays und Cremes für Hunde an, welche die Mücken fernhalten sollen. Ob diese hilfreich sind, muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Zecken beim Hund – die kleinen Blutsauger der Natur

Die wohl am häufigsten vorkommenden Parasiten beim Hund sind die Zecken. Sie gehören zu den Spinnentieren und sitzen am liebsten im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Sie streifen sich an vorbeilaufenden Wirten ab und halten sich an ihnen fest.. Einmal aufgestiegen krabbeln sie durch das Fell und suchen sich eine geeignete Bissstelle. Besonders aktiv sind Zecken bei warmen, nicht zu heißen Temperaturen. Trockenheit mögen sie nicht. In der Regel sind sie daher im Frühling und Herbst besonders aktiv. Aber auch an warmen Wintertagen können Zecken unterwegs sein. Die große Gefahr bei einem Zeckenbiss beim Hund: Allergische Reaktionen und übertragbare Krankheiten wie Borreliose. In Deutschland sind der Holzbock, die Auwaldzecke und die braune Hundezecke die meist vertretenen Arten.

Von Zecken übertragbare Krankheiten

  • FSME
  • Anaplasmose
  • Borreliose
  • Ehrlichiose
  • Babesiose
  • Hepatozoonose (Hund frisst Zecke)

Hunde aus dem Ausland können weitere durch Zecken übertragbare Krankheiten mitbringen, zum Beispiel die Leishmaniose. Mensch und Tier sollten daher einen Zeckenbiss vermeiden. Suchen Sie Ihren Vierbeiner nach jedem Spaziergang gründlich ab und entfernen Sie gefundene Zecken sofort. Egal, ob diese lose im Fell sitzen oder sich bereits festgebissen haben. Bleiben die Zecken am Hund, lassen sich diese, sobald sie vollgesogen sind, fallen. Im weiteren Entwicklungsverlauf der Reproduktion können sich die Zecken erneut einen Wirt, auch den Menschen, suchen. Erste Krankheitssymptome zeigen sich – in Abhängigkeit von der Erkrankung – in der Regel 1 bis 4 Wochen nach einem Zeckenstich. Ein Großteil der Krankheitserreger wird erst nach einer längeren Blutmahlzeit der Zecke übertragen. Meist nach mind. 24 bis 48 Stunden. Entfernen Sie die Zecke vorher, können Sie also Glück haben.

Die Entwicklungsstadien einer Zecke

Die Zecke durchläuft verschiedene Stadien. Jede Blutmahlzeit leitet dabei eine neue Phase ein, die in der Regel jeweils ein Jahr andauert. Mit drei Stichen kann eine Zecke also bis zu 3 Jahre alt werden.

  • Phase 1: Larven – Das Weibchen legt im Herbst rund 2.000 Eier in den Boden. Diese überwintern dort bis im Frühling kleine, geschlechtslose Larven schlüpfen. Sie sind farblos und haben sechs Beine. Nach wenigen Tagen werden sie dunkelbraun. In dieser Phase suchen sich die Zecken Kleinnager wie Mäuse oder Igel als Wirt. Nach der ersten Blutmahlzeit, häuten sich die Zecken das erste Mal.
  • Phase 2: Nymphen – Sie sind geschlechtslos und haben acht Beine. Mit einer Größe von ca. einem Millimeter sind sie mit bloßem Auge nicht erkennbar. Bereits jetzt können sie an Gräsern und Sträuchern emporklettern. Der Stechapparat ist deutlich größer ausgeprägt als bei den Larven. So können auch größere Wirte wie Rehe und Menschen befallen werden. Nach erfolgter Blutmahlzeit beginnt die zweite Häutung.
  • Phase 3: Erwachsene Zecke – Jetzt ist die Zecke geschlechtsreif und kann sich auf Partnersuche begeben. Nach der Paarung benötigt das Weibchen noch eine Blutmahlzeit. Nur dann kann es seine Eier ablegen. Dabei kann sie bis zu zehn Tage Blut aufnehmen und ihr Körpergewicht um das 200-fache vergrößern. Nach dem Stich lässt sich die Zecke fallen. Hat sie ihre Eier abgelegt hat, stirbt sie.

Von den insgesamt gelegten 2.000 Eiern erreichen im Schnitt nur rund 0,001 % das Erwachsenenalter. Das sind 2 Zecken. Ein Grund hierfür: Findet die Zecke in ihren einzelnen Entwicklungsphasen keinen geeigneten Wirt, verhungert sie. Der Hauptfeind der Zecke ist zudem die Trockenheit. Um zu überleben benötigt sie zwar Wärme, aber gleichermaßen Feuchtigkeit. Daher lebt sie gerne an Waldrändern. Dort kann sie das warme Sonnenlicht nutzen und sich bei Bedarf in das feuchte Unterholz zurückziehen.

Behandlung und Schutzmaßnahmen

Entdecken Sie eine Zecke an Ihrem Hund, sollten Sie sofort handeln. Tipps wie „die Zecke mit den Nägeln herausdrehen“ oder „die Zecke mit Öl beträufeln“ sind veraltet. Ideal sind spezielle Zeckenzangen, mit denen Sie die Tiere samt Kopf und Beißwerkzeug entfernen können. Wichtig: Die Zecke sollte nicht zu lange malträtiert werden. Denn dann übergibt sie sich in den Wirt und überträgt auf diese Art alle Krankheitserreger, die sie in sich trägt. Rote Stellen, teilweise mit einer Kruste, sind nach dem Entfernen normal. Diese sollten in der Regel nach einigen Tagen abklingen. Und was, wenn der Kopf oder das Beißwerkzeug der Zecke in der Hundehaut stecken bleiben? Zunächst besteht kein Grund zur Sorge. Normalerweise scheidet der Körper zurückgebliebene Teile der Zecke langsam aus. Behalten Sie die betroffene Stelle allerdings im Auge. Scheint es zu einer Entzündung zu kommen oder ist die Stelle nach mehreren Wochen unverändert, ziehen Sie einen Tierarzt zu Rate. Erfahren Sie mehr zum Thema Achtung Zeckensaison! Zecken beim Hund erkennen, entfernen und Krankheiten vorbeugen.

Zur Prophylaxe gibt es zahlreiche Wege und Mittelchen. Neben klassischen Spot On Tropfpräparaten sind chemische Zeckenbänder beliebt. Ebenfalls auf dem Markt: Abwehrmittel in Tablettenform oder als Injektion. Wer nicht auf die Chemiekeule zurückgreifen möchte, kann es mit speziellen Bernsteinketten gegen Zecken versuchen. Manchen Hunden hilft zudem das Einreiben mit Kokosöl vor jedem Spaziergang. Auch die Fütterung von Knoblauch sorgt bei einigen Hunden für eine natürliche Zeckenabwehr (die Menge an Knoblauch, die hier notwendig ist, liegt weit unter der Dosis, die für einen Hund giftig ist). Ob diese natürlichen Maßnahmen helfen, muss jeder selbst entscheiden. Eine Garantie gibt es leider nicht.

Es gibt zahlreiche Parasiten auf der Haut des Hundes. Einige sind mehr, andere weniger gefährlich. Allen gemein ist: Sie sind lästig. Daher sollten Sie versuchen, einen Parasitenbefall beim Hund zu vermeiden. Am besten ist es, wenn Sie entsprechende Vorkehrungen treffen. Egal, ob Sie einen natürlichen oder chemischen Parasitenschutz beim Hund bevorzugen – behalten Sie Ihren Vierbeiner immer gut im Auge. Kommt es zu verstärktem Juckreiz oder finden sie Einstichstellen, suchen Sie im Zweifel lieber einen Tierarzt auf. Dieser kann Ihnen genau sagen, ob und wenn ja, welche Parasiten Ihr Hund hat.

Fact-Sheet: Parasiten beim Hund

Die meisten Hundebesitzer haben sie schon einmal auf ihrem Hund entdeckt: Zecken. Gerade in der Frühlings- und Herbstzeit sind die unliebsamen Blutsauger vermehrt anzutreffen. Sie lauern auf Gräsern oder Sträuchern und lassen sich, sobald ein passender Wirt vorbeikommt, fallen. Entscheidend ist der Geruch: Nur, wen die Zecke gut riechen kann, wählt sie als nächste Mahlzeit aus.

Der Zeckenbiss ist für den Hund nicht nur unangenehm: Er kann jucken, brennen oder sich schlimmstenfalls entzünden. Zudem können Zecken zahlreiche Krankheiten übertragen. Doch was ist der beste Zeckenschutz beim Hund? Wie können Sie Ihren Hund vor Zecken schützen? Wie erkennen Sie Zeckenbisse und wie entfernen Sie eine Zecke am besten?

Zecken auf dem Vormarsch – wo leben sie am liebsten?

Wiesen und Sträucher sind beliebte Stellen für Zecken. Ebenso gerne sitzen sie auf Grashalmen und niedrigen Zweigen. Dort lauern sie auf geeignete Opfer und müssen sich nur fallenlassen. Die meisten Zeckenarten haben es am liebsten feucht und schattig – an Flussufern, im Wald und am Waldrand sind sie  verstärkt anzutreffen. Hier können Sie sich ins feuchte Unterholz zurückziehen. Zwar mögen sie es warm, direkte Sonne und Trockenheit vertragen sie nicht.

Wann ist Zeckensaison?

Es gibt Jahre, in denen die Aktivität der Zecken vom Frühsommer bis Spätherbst abnimmt und ihr jähes Ende meist im November findet. In anderen Jahren, gerade wenn es sehr warm und trocken ist, geht die Zeckenaktivität im Sommer stark zurück und steigt dafür im Spätsommer oder Herbst wieder an. Wenn es nicht mehr ganz so warm und vor allem feuchter ist.

Dabei kommt es aber vor allem auf den Standort, das Wetter und die Art der Zecke an. Der Gemeine Holzbock beispielsweise tritt in der Regel im Sommer einen neuen Lebensabschnitt an und ist entsprechend aktiv. Andere Zeckenarten wie die Auwaldzecke haben von Ende Mai bis Mitte August eine Pause und werden erst im Herbst wieder aktiv.

Generell kann man sagen, dass von April bis Oktober bzw. von März bis November – je nach Temperaturgefüge – Zeckensaison ist. Aber Achtung: Auch in einem milden Winter können Sie und Ihr Hund von Zecken überrascht werden. Einige warme Tage bei ca. 7 Grad reichen hier schon aus.

Risikogebiete – FSME-gefährdete Gebiete

Da Zecken nicht nur ärgerlich sind, sondern auch Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen können, sollten Sie sich und Ihre Hunde – gerade in Risikogebieten – entsprechend schützen. Besonders gefährdet sind hier große Teile Bayerns, Baden-Württemberg sowie kleine Teile von Hessen, Thüringen und Sachsen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), impfen-info.de

Der Lebenszyklus der Zecke

Eine Zecke durchläuft verschiedene Stadien. Für jede neue Phase benötigt sie eine Blutmahlzeit. Meist dauert eine Phase ca. ein Jahr – sie können aber auch fast doppelt solange dauern. Frisst die Zecke also dreimal, kann sie bis zu sechs Jahre alt werden.

Phase 1 - die Larven

Im Herbst legen die Zeckenweibchen bis zu 3.000 Eier (je nach Zeckenart können es sogar bis zu 10.000 Eier sein). Nach dem Winter schlüpfen kleine Larven – noch ohne Geschlecht. Sie haben sechs Beine und sind zu Beginn farblos. Erst nach wenigen Tagen werden sie dunkelbraun. In dieser Phase suchen sich die Zecken Kleinnager wie Mäuse oder Igel als Wirttiere. Haben sie ihre erste Blutmahlzeit erhalten, folgt die Häutung. 

Phase 2 - die Nymphen

Dann beginnt die zweite Phase. Die immer noch geschlechtslosen Nymphen mit nun acht Beinen sind ca. 1,5 mm groß und somit mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Sie können nun an Gräsern oder Sträuchern emporklettern und warten dort auf einen passenden Wirt. Ihr Stechapparat ist deutlich größer als noch im Larven-Stadium. Daher können sie jetzt auch Rehe, Hunde oder in seltenen Fällen Menschen befallen. Nach der zweiten Blutmahlzeit, häuten sie sich erneut.

Phase 3 - die erwachsene Zecke

Nun beginnt die dritte Phase: das Leben der erwachsenen Zecke. Jetzt ist sie geschlechtsreif und geht auf Partnersuche. Hat sich das Weibchen erfolgreich gepaart, benötigt sie zur Eiablage noch eine dritte Blutmahlzeit. Dabei kann sich ihr Körpergewicht um das 200-fache vergrößern. Nach dem Stich lässt sich die Zecke fallen, legt ihre Eier und stirbt.

Zeckenschutz beim Hund – so beugen Sie einem Biss vor

Chemischer Zeckenschutz für den Hund

Der Markt bietet mittlerweile zahlreiche Maßnahmen für den Zeckenschutz beim Hund an. Viele Hundebesitzer setzen auf sogenannte Spot-On-Präparate, die es von verschiedenen Herstellern gibt. Allen gemein: Sie werden auf die Haut des Hundes getropft und müssen dort einziehen. Die meisten Präparate bleiben auf der Haut und werden nur gering absorbiert. In der Regel schützen diese Mittel ca. 3 bis 4 Wochen. Aber Achtung: In den ersten Tagen sollten Sie Wasserkontakt vermeiden. Zum einen wäscht sich das Mittel aus, zum anderen ist es der Wirkstoff giftig – auch für Fische.

Ähnlich funktionieren Präparate wie Tabletten. Deutlich länger ist hier die Wirkungszeit: Ein Zeckenschutz in Tablettenform soll bis zu 3 Monate Wirkung zeigen. Der Mensch selbst hat hier keinen Kontakt zum Medikament. Das ist gerade bei Haushalten mit kleinen Kindern von Vorteil. Der Nachteil ist allerdings, dass das Präparat beim Hund nicht nur lokal wirkt. Wie gut ein Hund das jeweilige Abwehrmittel verträgt ist unterschiedlich. Manch ein Vierbeiner hat keinerlei Probleme mit dem chemischen Zeckenschutz. Andere können nach der Einnahme Magen- und Darmprobleme bekommen. Der Vorteil dieser Mittelchen (vorausgesetzt ein wirksames Spot-On-Präparat wird genutzt): Die Zecken suchen sich den Vierbeiner gar nicht erst als Wirt aus und verirren sich, wenn dann eher zufällig im Fell. Falls sich eine Zecke irrtümlicher Weise doch einmal festbeißt, stirbt sie rasch und fällt ab.

Aber Achtung: Keinesfalls sollten Zeckenschutzmittel, die für Hunde gedacht sind, an Katzen angewendet werden. Das kann beim falschen Präparat sogar tödlich für die Katze sein.

Zeckenabwehr auf einen Blick:

  • Spot-On-Präparate zum Auftropfen auf die Haut
  • Abwehrmittel in Tablettenform
  • Zeckenhalsbänder
  • Natürliche Alternativen wie Kokosöl (ob dies eine zuverlässige Abwehr darstellt, muss jeder Hundehalter selbst entscheiden)

Etwas sanfter sind Zeckenhalsbänder. Diese können auch vor einem Zeckenbiss schützen, haben aber einen großen Vorteil: Sie werden nur bei Bedarf angelegt. Ist der Hund nicht draußen, kann das chemische Abwehrmittel einfach abgenommen werden. Aber Achtung: Auch wer seinen Hund draußen baden lässt, sollte das Halsband abnehmen. Die Wirkstoffe sind giftig und können so bspw. Fische schädigen. Der Nachteil eines Zeckenhalsbandes: Es kann beim Hund zu Unverträglichkeiten wie Juckreiz und gerötete Stellen kommen. Auch der Kontakt des Menschen ist hier – im Vergleich zum Medikament – am größten. 

Natürliche Zeckenmittel

Wer ganz auf Chemie verzichten will, findet zahlreiche Alternativen. Welche davon jedoch wirklich wirksam sind, ist schwer zu sagen und ist vom jeweiligen Hund abhängig. Einige Hundebesitzer setzen auf die Wirksamkeit von Halsbändern mit Bernstein. Andere reiben ihren Hund zum Zeckenschutz vor jedem Spaziergang mit Kokosöl ein (kaltgepresstes, natives Öl wird empfohlen). Auch andere Öle und ätherische Düfte sollen eine Schutzwirkung haben. Ebenfalls genutzt wird Knoblauch als Abwehrmittel. Ob in Pulver- oder frischer Form – dem Fressen des Hundes zugegeben, soll er Zecken abwehren. Aber keine Sorge: Bis Knoblauch dem Vierbeiner gefährlich wird, ist eine sehr große Menge notwendig.

Fact-Sheet: Knoblauch

Bester Schutz: einem Zeckenbefall vorbeugen

Eine weitere Möglichkeit, einem Zeckenbiss vorzubeugen, ist das systematische Absuchen des Hundes nach herumlaufenden Zecken. Wenn Sie diese vor einem Biss entfernen, müssen Sie auch keine Übertragung von Krankheitserregern fürchten.

  • Systematisches Absuchen des Hundes
  • Fell oberflächlich prüfen
  • In das Fell greifen und abtasten
  • Kritische Stellen wie Ohren, Augen, Schenkel und Hautfalten genauer untersuchen
  • Zu guter Letzt: den Hund mit einem weißen Handtuch abreiben
  • Tipp: Ein Flohkamm kann hier gute Dienste leisten

Zeckenbisse erkennen – schnelles Handeln ist gefragt

Ein Zeckenbiss (biologisch betrachtet ein Zeckenstich) ist leicht zu erkennen – zumindest wenn die Zecke noch im Hund steckt. Dies gräbt sich mit ihrem Beißwerkzeug in die Haut des Hundes ein und beginnt mit ihrer Blutmahlzeit. Typisch ist der anfangs kleine, im Laufe der Zeit wachsende heraushängende Körper der Zecke. Wer seinen Vierbeiner nach jedem Spaziergang absucht, hat gute Chancen einen Biss zu vermeiden. Die Parasiten krabbeln oftmals noch auf dem Fell des Hundes, auf der Suche nach einer geeigneten Stelle, und können einfach eingesammelt werden. Aber auch wenn sich eine Zecke schon festgebissen hat, kann man durch ein schnelles Handeln Schlimmeres verhindern: Die meisten Krankheitserreger gelangen erst nach ca. 12 bis 48 Stunden von der Zecke in den Blutkreislauf des Hundes.

Zecken entfernen beim Hund – diese Technik nutzen

Möchten Sie eine bereits festgesogene Zecke entfernen, empfiehlt sich ein spezielles Hilfswerkzeug wie Pinzette, Zeckenzange, Zeckenkarte oder Zeckenhaken. Tipps von früher à la „Beträufeln Sie die Zecke mit Öl oder Klebstoff“ sind nicht hilfreich. Ganz im Gegenteil: Die Zecke wird so unter Stress gesetzt. Als Folge entleert sie ihren Mageninhalt in den Biss. Mögliche, in der Zecke lebende, Erreger finden auf diese Weise schneller ihren Weg in die Blutbahn des Hundes.

Mögliche Hilfswerkzeuge zum Entfernen von Zecken

Je nachdem welches Werkzeug Sie benutzen, benötigen Sie eine andere Technik. Das Prinzip ist dasselbe: Die Zecke soll ohne gequetscht oder zerdrückt zu werden aus der Haut Ihres Hundes entfernt werden. Bei der klassischen Zeckenzange können Sie die Beißzange öffnen indem Sie auf den Knopf auf der Oberseite der Zange drücken. So können Sie die Zange vorsichtig so nah wie möglich an der Haut des Hundes ansetzen und die Beißzange schließen indem Sie den Knopf nicht länger gedrückt halten. Andere Werkzeuge klemmen die Zecke ein. Ob im Scheckkartenformat oder ähnlich einer Zeckenzange. Hier muss das Werkzeug langsam, ebenfalls so nah wie möglich an der Haut des Hundes, angesetzt werden. Bei allen Varianten sollten Sie auf keinen Fall den Körper der Zecke quetschen oder gar zerdrücken. Haben Sie die Zecke umfasst, können Sie diese vorsichtig herausziehen.

Achtung: Kopf und Beißwerkzeug sollten entfernt werden

Wichtig: Warten Sie nie, dass die Zecke von alleine abfällt. Denn je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung. Auch wenn Sie den Parasit entfernt haben, behalten Sie die Stelle im Auge. Kleine Verhärtungen oder eine Krustenbildung sind normal. Mit der Zeit sollten diese aber wieder verschwinden. Wirkt der Hund kränklich oder bekommt gar Fieber, suchen Sie einen Tierarzt auf. Auch eine kreisrunde Rötung um die Bissstelle kann ein Zeichen einer Erkrankung sein.

  • Machen Sie den Bereich um die Zecke sorgfältig frei.
  • Drücken Sie das Fell des Hundes vorsichtig mit den Fingern zur Seite, sodass Sie einen guten Blick auf die Zecke haben.
  • Setzen Sie die Zeckenzange oder ein anderes Hilfsgerät wie beschrieben dicht an der Haut des Hundes, um den Kopf der Zecke, an.
  • Ziehen Sie die Zecke dann vorsichtig heraus – im Idealfall sollte die Zecke komplett, also mit Kopf und Beißwerkzeug entfernt werden.
  • Gelingt dies nicht, behalten Sie die Bissstelle auf jeden Fall im Auge. Zurückgebliebene Zeckenteile können eine Entzündung hervorrufen. Normalerweise werden sie aber mit der Zeit vom Körper abgestoßen.
  • Desinfizieren Sie die Einstichstelle nach dem Entfernen der Zecke am Hund gründlich.
  • Sind Sie sich unsicher, hilft Ihnen Ihr Tierarzt gerne weiter und entfernt, sollte es nötig sein, die Reste der Zecke.

Eine Drehbewegung beim Entfernen der Zecke ist nicht zwingend notwendig und keinesfalls empfehlenswert (Zecken haben kein Gewinde am Stechorgan sondern Widerhaken). Durch ein Drehen löst sich die Zecke zwar leichter und viele Hunde zeigen hierbei weniger Schmerzreaktionen. Dies liegt daran, dass das Beißwerkzeug der Zecke abgebrochen wird. Beim Ziehen hingegen wird das Beißwerkzeug nicht abgebrochen und das Entfernen erfordert daher etwas mehr „Kraft“. Im Idealfall werden so aber Kopf und/oder Beißwerkzeug der Zecke vollständig entfernt, sodass einer Entzündung vorgebeugt werden kann.

Achtung: Quetschen Sie die Zecke auf keinen Fall. Auch hier besteht die Gefahr, dass sie sich übergibt und gefährliche Krankheitserreger in die Blutbahn des Hundes gelangen. Ist die Stelle rund um den Biss bereits gerötet oder geschwollen, suchen Sie zur Sicherheit einen Tierarzt auf.

Zecke erfolgreich entfernt – was nun?

Wenn Sie die Zecke aus dem Fell oder der Haut Ihres Hundes entfernt haben, zerdrücken Sie diese auf keinen Fall mit den bloßen Fingern. Wenn Sie mit den Körpersäften des Parasiten in Berührung kommen, ist eine Ansteckung mit Borreliose oder FSME möglich – auch wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung hier sehr gering ist. Draußen können Sie die Zecke auf einem harten Untergrund mit der Schuhsohle zertreten. Alternativ kann die Zecke mit einem Stein zerdrückt werden. Im Haus gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten: Zerstechen Sie die Zecke auf einem Papiertuch mit einer Nadel, spülen Sie sie in der Toilette herunter oder übergießen Sie die Zecke mit heißem Wasser.

Welche Krankheiten können Zecken beim Hund übertragen?

Zecken beim Hund sind in erster Linie schon einmal an sich lästig. In stark belasteten Gebieten beeinträchtigen die Parasiten die Lebensqualität und das Wohlbefinden des Hundes und stellen ein hohes Risiko dar. Kratzt oder beißt sich der Hund saugende Zecken heraus, können die Köpfe bzw. das Beißwerkzeug zurückbleiben. Dies kann zu Entzündungen führen. Darüber hinaus übertragen Zecken aber auch gefährliche Krankheitserreger. Achtung: Eine erwachsene Zecke kann bis zu 5 ml Blut saugen. Hat ein kleiner Hund nun sehr viele Zecken, kann es im schlimmsten Fall zu einer Blutarmut kommen.

Fact-Sheet: Übertragbare Krankheiten

Zeckenarten, die den Hund befallen können

Am häufigsten finden sich der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus). Aber auch die Schafzecke (Dermacentor marginatus) und die Igelzecke (Ixodes hexagonus) können für den Hund gefährlich werden. Die Braune Hundezecke wird gerne eingeschleppt und kann sich in warmen Bereichen wie in einer Pension oder zuhause vermehren .

Der Gemeine Holzbock

Der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus, überträgt Borrelia burgdorferi s. str., B. afzelii, B. garinii ca. 12 bis 16 Stunden nach dem Biss. Symptome sind u. a. Lahmheiten durch Muskelentzündungen, Gelenksentzündungen oder Nervenentzündungen. Auch der Anaplasma-phagozytophilum-Erreger kann nach 24 Stunden übertragen werden. Symptome hierfür sind Fieber, Appetitlosigkeit, Augen- und Nasenausfluss, Lahmheiten und Durchfall.

Der Gemeine Holzbock ist die häufigste und auch bekannteste Zeckenart in Deutschland und kann bis zu 6 Jahre alt werden. Gerne hält er sich in landwirtschaftlich nicht genutzten Gebieten auf und befällt Wild, Haustiere und Menschen. Larven und Nymphen hingegen bevorzugen kleinere Säugetiere. Ein ausgewachsenes Weibchen ist 3 bis 4 Millimeter groß, nach einer Blutmahlzeit sogar bis zu 11 Millimeter. Die Männchen sind kleiner und lediglich 2,5 bis 3 mm groß. Beide besitzen acht schwarze Beine und einen braunroten Rücken. Dieser ist beim Männchen komplett, beim Weibchen nur zum Teil mit einem schwarzen Schild bedeckt. Aktiv ist der Gemeine Holzbock vor allem im Frühling und Herbst. Ideal ist eine Temperatur zwischen 17 und 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 95 %. Einen Populationshöhepunkt gibt es somit im Mai und Juni und Mitte September bis Anfang November. Er hält sich gerne auf Wiesenflächen und Waldwiesen auf.

Die Auwaldzecke

Die Auwaldzecke, Dermacentor reticulatus, überträgt den Babesia canis canis Erreger. Bis zur Übertragung dauert es ca. 12 bis 36 Stunden. Symptome sind Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit, Anämie und Gelbsucht.

Die Zecke hat eine weiße marmorierte Zeichnung auf ihrem Rückenschild. Dieser bedeckt die Männchen komplett, bei den Weibchen nimmt er nur das vordere Körperdrittel ein. Das Rückenschild ist zudem mit einem auffälligen rotorangen Außenrand versehen. Sie wird daher auch als Buntzecke bezeichnet. Das Weibchen ist nüchtern ca. 3,5 bis 4,5mm groß. Es kann vollgesogen auf das Dreifache wachsen (10 mm).

Die Zecken haben es am liebsten feucht und halten sich in Auwäldern, Mooren oder Laubwäldern auf. Ideal ist dafür eine Temperatur zwischen 20 und 22 Grad sowie eine Niederschlagsmenge von 400 bis 1.000 mm. Da die Parasiten kälteresistent sind, überleben sie auch sehr harte Winter. Bereits ab einer Außentemperatur von 3 Grad können die Zecken aktiv werden. Für einen kompletten Zyklus benötigt die Zecke ca. 1 bis 1,5 Jahre und zeigt einen dreimaligen Wirtswechsel.

Die Braune Hundezecke

Die Braune Hundezecke, Rhipicephalus sanguineus, kann mehrere Erreger bei einem Biss übertragen, u. a.:

  • Anaplasma platys (führt zu einer infektiösen zyklischen Thrombozytopenie mit den Symptomen: Fieber, blasse Schleimhäute, erhöhte Blutungsneigung)
  • Ehrlichia canis (löst Erlichiose aus mit den Symptomen: Fieber, Blutungen)
  • Babesia canis (Erreger einer Babesiose mit den Symptomen: Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit, Anämie, Gelbsucht)
  • Heptazoon canis (führt zu Hepatozoonose mit den Symptomen: Fieber, Anämie, Muskelentzündungen, Durchfall und Erbrechen, Nasen und Augenausfluss)

Sie kommt ursprünglich südlich von Zentralfrankreich in allen europäischen Mittelmeerländern vor. Sie ist rötlich-schwarzbraun und fühlt sich bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad am wohlsten – bei durchschnittlich unter 20 Grad wird ihr Lebenszyklus unterbrochen. Männchen wie Weibchen werden 3 bis 4 mm groß und sind aufgrund der niedrigeren Temperaturen in Deutschland in der freien Natur nicht anzutreffen. Gerne reisen sie aber als Urlaubsmitbringsel ein und können in beheizten Häusern, Gartenhütten, Garagen oder Hundezwingern monatelang überleben. Die Braune Hundezecke hat ein breites Wirtsspektrum, bevorzugt aber dennoch den Hund. Männchen, die sich auf einem Hund niedergelassen haben, bleiben oft Monate im Haarkleid sitzen, bis sie sich mit blutsaugenden Weibchen paaren. Die Weibchen legen nach der Begattung bis zu 5.000 Eier in ihren Verstecken ab, aus welchen nach 3 bis 4 Wochen eine neue Generation schlüpft. Unter optimalen Bedingungen benötigt eine Braune Hundezecke für ihren gesamten Entwicklungszyklus gerade einmal 60 bis 70 Tage. Sind Umgebung und Temperatur nicht optimal, dauert der Zyklus in der Regel etwa ein Jahr. Die Ehrlichiose wird nur durch die Braune Hundezecke übertragen.

Haben Sie eine Zecke bei Ihrem Hund entdeckt, suchen Sie nicht nur Ihren Vierbeiner gründlich ab – meist findet sich mehr als nur eine Zecke. Auch sich selbst sollten Sie sorgfältig untersuchen.  Ob bei Ihnen selbst oder beim Hund, entfernen Sie die Zecke schnellstmöglich, um das Risiko einer Entzündung zu vermeiden. Mit einem wirksamen Zeckenschutz für Ihren Hund, erleichtern Sie nicht nur dessen Leben. Sie schützen auch sich selbst! Trägt der Hund die Zecken in die Wohnung und haben sich diese noch nicht festgesaugt oder werden abgekratzt, können sie sich fallen lassen und nach einem anderen Wirt suchen. Auch der Mensch kommt als Opfer in Frage. Vollgesogene Zecken bergen aber auch eine andere Gefahr: Sie können eine ganze Parasiten-Population aufbauen. Auf diese Weise kann der eigene Garten zum gefährlichen Zecken-Terrain und der Zeckenbefall nicht mehr vermieden werden.

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Anzeichen erkennen und Erste Hilfe leisten

Eigentlich ist es bekannt: In der Sonne geparkte Autos erhitzen sich schnell und können zur tödlichen Falle für Mensch und Tier werden. Dennoch sterben jedes Jahr Hunde, weil ihre Besitzer die Gefahr im Auto unterschätzen. Kann man seinen Hund überhaupt im Auto lassen? Was ist ein Hitzschlag und wie reagiert man richtig, wenn bei einem Hund ein Hitzschlag vermutet wird?

Hitzschlag beim Hund – was ist das?

Hunde haben im Gegensatz zu vielen anderen Tieren fast keine Schweißdrüsen. Die wenigen vorhandenen Schweißdrüsen liegen am Nasenspiegel und an den Pfoten. Ihre Körpertemperatur regulieren Hunde deshalb durch das Hecheln. Damit verschaffen sie sich über die Zunge etwas Kühlung und regeln die normale Körpertemperatur von ca. 38 °C bis 39 °C. Diese Kühlung verbraucht viel Energie und vor allem Wasser – der Hund muss also ständig trinken.

Ab einer Körpertemperatur von 41 °C bis 43 °C wird es für den Hund lebensgefährlich.

Schon bei einer Außentemperatur von ca. 30 °C kann es für Hunde schwierig werden, den Körper ausreichend zu kühlen. Gerade Rassen mit kurzen Schnauzen oder sehr dickem Fell sind anfällig. Auch eine zu große Anstrengung kann problematisch werden (Anstrengungsbedingter Hitzschlag). Reicht die hundeeigene Kühlung nicht aus und die Körpertemperatur steigt an, dehnt sich als Folge das Gehirn aus. Da der Schädelknochen nicht nachgibt, erhöht sich der Druck auf das Gehirn. Neben Schmerzen kommt es zu Ausfallserscheinungen: der Hund wird apathisch, taumelt und kann nach kurzer Zeit nicht mehr stehen. Dem Hitzschlag folgt der Hitzekollaps und schlimmstenfalls ein Multiorganversagen. Ab einer Körpertemperatur von etwa 42 °C wird das körpereigene Eiweiß zerstört. Das kann tödliche Folgen haben.

Wie erkenne ich einen Hitzschlag oder Sonnenstich?

Die klassischen Symptome eines Hitzschlags sind:

  • Starkes Hecheln
  • Ggf. vermehrter Speichelfluss
  • Ein langgestreckter Hals
  • Eine heraushängende Zunge
  • Heiße und gerötete Ohr-Innenseiten
  • Trockene, stark gerötete Schleimhäute
  • Schnelle und flache Atmung
  • Koordinationsstörungen
  • Herzrasen
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Herzrhythmusstörungen

Bereits dieser Zustand ist mehr als besorgniserregend. Es besteht akute Lebensgefahr. Rettungsmaßnahmen sollten sofort eingeleitet und ein Tierarzt aufgesucht werden. Der folgende Kreislaufkollaps führt schließlich im schlimmsten Fall zum Tod des Hundes: Die Schleimhäute werden aufgrund des Sauerstoffmangels blass, pappig und teils bläulich. Der Hund zittert und hat Krämpfe. Bewusstlosigkeit, Koma und Atemstillstand sind die Folge.

Hitzschlag versus Sonnenstich

 

             Sonnenstich           Hitzschlag                 
           Lokale Überhitzung des Gehirns (Kopf, Nacken)          Überhitzung des gesamten Körpers
         Gefahr durch direkte Sonneneinstrahlung          Gefahr durch die Umgebungstemperatur, direkte Sonne ist nicht nötig    
         Die Temperatur kann im annehmbaren Bereich liegen          Die Umgebungstemperatur ist zu hoch
         Der Hund geht in der prallen Sonne spazieren          Der Hund wird an einem heißen Tag im Auto gelassen
        

Hecheln reicht dem Hund in beiden Fällen zur Kühlung nicht mehr aus. Nicht jeder Hund zeigt alle Symptome. Behalten Sie Ihren Vierbeiner im Sommer gut im Auge, um mögliche Anzeichen schnellstmöglich zu erkennen und Abhilfe schaffen zu können.

Erste-Hilfe-Tipps gegen einen Hitzschlag beim Hund

Vermuten Sie einen Hitzschlag bei Ihrem Hund, ist es wichtig Ruhe zu bewahren. Sie sollten sowohl auf den Hund als auch auf andere Personen wie ggf. den Besitzer beruhigend einwirken. Bringen Sie den Hund sofort in den Schatten und fangen Sie an ihn langsam abzukühlen. Wichtig: Leinen Sie den Hund an. Im Schock könnte er schlimmstenfalls orientierungslos davonlaufen. Kühlen Sie zuerst die Pfoten mit feuchten Tüchern oder Wasser aus dem Gartenschlauch, dann den Körper. Bieten Sie ihm Wasser an, aber flößen Sie es auf keinen Fall ein. Der Hund darf nicht zu schnell mit viel kaltem Wasser abgekühlt werden. Durch plötzliche Kälte verengen sich die Blutgefäße und die Symptome verschlimmern sich. Der Temperaturabfall darf nicht abrupt sein. Nutzen Sie lieber lauwarmes statt eiskaltes Wasser.

Kühlen Sie den Hund langsam herunter!

 

 

Feuchte Handtücher werden schnell warm und müssen ständig gewechselt werden. Ein Hitzschlag oder gar Kreislaufschock ist immer ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss. Transportieren Sie den Hund unverzüglich in einem kühlen Auto zum Tierarzt. Melden Sie sich beim Tierarzt telefonisch an, damit die Behandlung des Hundes vorbereitet werden kann. Beim Arzt wird Ihr Hund mit allen notwendigen Infusionen und Notfallmedikamenten versorgt. Ist der Tiernotservice auf dem Weg zu Ihnen? Dann prüfen Sie, ob die Atemwege frei sind und bringen Sie den Hund in die stabile Seitenlage.

Wann, wie und wo können Sie Ihren Hund im Auto lassen?

Im Alltag stehen Hundehalter oft vor der Frage: „Kann ich meinen Hund im Auto lassen?“ Gerade im Sommer oder an warmen Tagen sollte man es sich genau überlegen. Ideal ist es, wenn der Hund zuhause in einer ruhigen und kühlen Umgebung auf sein Frauchen und Herrchen warten kann. Lässt sich eine Wartezeit im Auto nicht vermeiden, sollte auf jeden Fall vorgesorgt werden.

Hitze-Entwicklung im Auto in nur 10 Minuten

Wird ein Auto in der Sonne geparkt, heizen die Sonnenstrahlen durch die Scheiben das Auto auf. Da die Hitze durch die geschlossenen Fenster nicht entweichen kann, wird der Innenraum eines Autos innerhalb kurzer Zeit sehr viel heißer als die Umgebungstemperatur. Das passiert schon, wenn es draußen noch gar nicht richtig heiß ist. Ab etwa 20 °C Außentemperatur kann sich ein Auto in der Sonne innerhalb einer Stunde auf 46 °C aufheizen. Bei ca. 30 °C Außentemperatur wird innerhalb einer halben Stunde eine für den Hund tödliche Innentemperatur von 46 °C erreicht. Ist es im Sommer sehr heiß, kann sich das Auto nach 10 Minuten für den Hund lebensbedrohlich aufheizen. So kann selbst ein kurzer Besuch beim Bäcker für den im Auto wartenden Hund lebensgefährlich werden.

Schatten wandert schnell und bietet leider keinen sicheren Schutz vor Überhitzung des Autos. Ein im Schatten geparktes Auto kann innerhalb kurzer Zeit in der prallen Sonne stehen. Je länger ein Auto geparkt ist – auch im Schatten – desto wärmer wird es im Inneren. Zwar bleibt es auf dem Schattenparkplatz etwas länger kühl als in der prallen Sonne. Dennoch sollten Sie das Risiko eines Hitzschlags bei Ihrem Hund nicht eingehen. Ähnlich verhält es sich mit getönten Scheiben. Diese mögen helfen, sind aber keine Lösung, um den Hund länger im Auto lassen zu können.

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Hund im Auto lassen

Lässt sich eine kurze Wartezeit im Auto nicht vermeiden, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen. Bei kühleren Temperaturen kann der Hund problemlos eine gewisse Zeitspanne im Auto verbringen. Im Sommer sollten Sie Ihren Hund keinesfalls im PKW zurücklassen. Schon 5 Minuten können für Ihren Vierbeiner zur gesundheitlichen Gefahr werden. Aber Achtung: Auch in den übrigen Jahreszeiten kann es für den Hund im Auto zu warm sein.

Wenn Sie Ihren Hund einmal im Fahrzeug lassen, suchen Sie sich auf jeden Fall einen Schattenparkplatz. Tönungsfolien helfen, die Hitzeentwicklung im Auto zu verlangsamen. Öffnen Sie die Fenster und sorgen Sie für eine ausreichende Versorgung mit kühlem Wasser zum Trinken. Kleiner Tipp: Eine über das Auto gespannte Rettungsfolie reflektiert die Hitze und hilft die Hitzeentwicklung im PKW zu verlangsamen. Sollte es im Winter zu kühl sein, hilft eine warme Decke. Wenn Sie länger als ein paar Minuten weg sind, nehmen Sie Ihren Hund lieber mit. Besteht dafür keine Möglichkeit, verschieben Sie Ihre Besorgung lieber.

Ein fremder Hund im heißen Auto – wie reagiere ich richtig

Handeln Sie sofort, wenn Sie einen fremden Hund bei Hitze in einem geschlossenen Auto sehen! Steht das Auto vor einem Supermarkt, lassen Sie den Besitzer ausrufen, damit er das Auto öffnet. Ist das erfolglos, rufen Sie die Polizei oder Feuerwehr. Diese kann den Hund aus dem Auto holen und so vor einer Überhitzung schützen. Die Polizei regelt alles Weitere mit dem Hundehalter.

Besteht akute Lebensgefahr für den Hund, dürfen Sie die Autoscheibe einschlagen und den Hund herausholen. Allerdings müssen die Anzeichen für einen Hitzschlag und die damit einhergehende akute Lebensgefahr deutlich sichtbar sein. Filmen Sie unbedingt vor dem Einschlagen der Scheiben die Situation mit dem Smartphone. Alternativ können Sie sich einen Zeugen suchen. Das dient der eigenen Absicherung: Sie können nachweisen, dass die Beschädigung des Autos wirklich notwendig war. Die Polizei muss dennoch informiert werden.

Beste Hilfe: so vermeiden Sie einen Hitzschlag bei Ihrem Hund

Nicht nur das Auto ist für den Hund bei warmen Temperaturen gefährlich. Auch Anstrengungen in der Hitze wie das Laufen am Fahrrad oder größere Wandertouren können zu einem Hitzschlag führen, selbst wenn die Temperatur für den Besitzer noch erträglich erscheint. Ebenso birgt der Aufenthalt in stickigen, überhitzten Räumen Gefahren.

Schonen Sie Ihren Hund, wenn es heiß ist, und verlegen Sie alle Aktivitäten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden. Ein kühler Platz im Schatten und Ausruhmöglichkeiten sollten bei der Gassi-Runde enthalten sein. Nehmen Sie stets ausreichend Trinkwasser mit. Eine Wasserflasche und ein kleiner Trinknapf für unterwegs sind ideal. Noch besser: Eine Bademöglichkeit in einem kühlen See oder Fluss.

Denken Sie daran, dass die meisten Hunde Hitze sehr viel schlechter vertragen als Menschen. Lassen Sie Ihren Hund im Sommer nie, auch nicht kurz, alleine im Auto. Hunde sollten sich bei Hitze nicht anstrengen, sondern im Schatten oder noch besser im kühlen Haus ruhen. Sorgen Sie für viel frisches Trinkwasser. Hat Ihr Hund dichtes Fell, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Gerade bei älteren oder kranken Tieren kann eine Schur dem Hund im Sommer das Leben erleichtern. Beim Spaziergang in den kühleren Morgen- und Abendstunden gilt: Frisches Wasser zum Trinken ist Pflicht. Wer eine Wasserratte hat, kann eine Abkühlmöglichkeit ansteuern und den Spaziergang für den treuen Begleiter noch spannender gestalten. So verhindern Sie, dass Ihr Hund einen Hitzschlag erleidet und auch die warmen Tage im Jahr unbeschadet übersteht.

Fact-Sheet: Erste Hilfe Tipps

Die meisten Hunde lieben es, im Schnee zu toben und sind für Minustemperaturen gut gewappnet. Dennoch stellt die kalte Jahreszeit unsere vierbeinigen Freunde vor einige Herausforderungen. Hier geben wir Ihnen einige Tipps für die kalte Jahreszeit:  

Eisklumpen entfernen

Vor allem bei langhaarigen Hunden bilden sich zwischen den Ballen leicht Eisklumpen. Diese müssen auf Spaziergängen zwischendurch öfters entfernt werden, da sie den Hund beim Laufen behindern. Wenn zwischen den Ballen sehr lange Haare wachsen, ist es ratsam, diese kurz zu schneiden, damit sich nicht so viel Schnee zwischen den Pfoten verfangen kann.



Trocken halten

Nach dem Spaziergang in der Kälte sollte der Hund ordentlich abgetrocknet werden, damit er sich nicht auskühlt. Es gibt spezielle Hundehandtücher, die die Nässe besonders schnell und effektiv aufsaugen.



Streusalz

Ein großes Problem für viele (Stadt-)Hunde stellt das Streusalz dar, das die Pfoten angreift und unangenehm brennt. Linderung bringt, wenn seine Pfoten regelmäßig mit Vaseline, Melkfett oder speziellen Pfotencremes eingecremt werden. So entsteht eine schützende Fettschicht, die verhindert, dass die Hundepfoten rissig werden und das brennende Salz eindringen kann. Waschen Sie nach jedem Winterspaziergang die Pfoten mit warmem Wasser, damit das Streusalz den empfindlichen Pfoten nicht mehr schaden kann.

Keinen Schnee fressen lassen

So sehr viele Hunde auch Schnee lieben – lassen Sie ihn keinen Schnee fressen! Frisst der Vierbeiner zu viel davon, reizt das den Rachenbereich und den Magen. Also bitte auch keine „Schneeballspiele“!

Warm bleiben in der Kälte

Solange sich der Hund draußen ausreichend bewegt, wird er nicht frieren. Es gibt allerdings auch Hunde, deren Fell keinen ausreichenden Schutz vor Minusgraden bietet. Damit diese Tiere nicht frieren oder sich gar erkälten, ist es sinnvoll, sie mit einem warmen Hundemantel zu schützen. Auch bei älteren und gesundheitlich angeschlagenen Hunden macht dieser Kälteschutz durchaus Sinn

Heizungsluft

Verzichten Sie besser darauf, die Heizung nach dem Winterspaziergang allzu hoch zu drehen. Denn die trockene Heizungsluft ist weder für Hund noch für Halter gesund. Sie trocknet Haut und Schleimhäute aus und öffnet Infekten so die Tür. Vorbeugen können Sie, indem Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, beispielsweise mit einem Luftbefeuchter oder auch dem Aufhängen nasser Handtücher im Raum. Stellen Sie das Bett Ihres Hundes nicht zu nahe an die Heizung und sorgen Sie für ausreichend frisches Wasser. Regelmäßige Fellpflege tut übrigens auch gut: Sie entfernt nicht nur die abgestorbenen Haare, sondern fördert auch die Durchblutung der Haut und damit die Gesundheit des Hundes in der kalten Jahreszeit.

Die meisten Hunde sind bestens auf die Winterkälte vorbereitet. Sie haben ihr dünnes Sommerfell gegen einen dicken Winterpelz eingetauscht und kriegen dank ihrer gut durchbluteten Pfoten im Gegensatz zu uns nicht einmal kalte Füße. Trotzdem können auch sie sich im Winter eine schwere Erkältung einfangen. Hier ein paar Tipps, was Sie dagegen tun können.

Gezielt vorbeugen

Darf der Hund beim Spaziergang rennen und toben, dann ist ihm selbst bei frostigen Temperaturen immer warm. Deshalb möglichst zügig gehen und immer in Bewegung bleiben! Kann ein Hund sich nicht durch Bewegung warm halten, beispielsweise, weil er krank oder schon älter ist, kann der Kauf artgerechter Hundekleidung durchaus sinnvoll sein.

Friert Ihr Hund beim Spaziergang, dann ist die Gefahr groß, dass er sich erkältet oder sich sogar eine Blasen- oder Nierenentzündung einhandelt. Zittern und eine sichtbar verkrampfte Haltung sind ein deutliches Zeichen dafür, dass er friert und Sie etwas gegen den Wärmeverlust tun müssen. Bei Hunden, deren Abwehrkräfte geschwächt sind oder die nur ein sehr kurzes dünnes Fell haben, sind neben Hundekleidung mehrere kurze Spaziergänge pro Tag sinnvoller als zwei lange.

Trocknen Sie den Hund direkt nach dem Spaziergang immer intensiv ab, denn ein nasses Fell fördert den Wärmeverlust. Stellen Sie das Hundebett so auf, dass es vor Zugluft geschützt ist.

Erkältungen bekämpfen

Das feuchtkalte Klima, das im Herbst und Winter oft herrscht, bietet trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen idealen Nährboden für Krankheitserreger. Die durch Heizungsluft ausgetrockneten Schleimhäute bieten zudem eine perfekte Angriffsfläche, die Hunde stecken sich bei Begegnungen gegenseitig mit Erkältungsviren an. Niesen, Husten, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, teilweise Erbrechen und Fieber sind typische Symptome.

Hat es Ihren Hund erwischt, dann sorgen Sie vor allem für viel Wärme und Ruhe. Der Hund sollte sich jetzt schonen und nur kurz zum Lösen nach draußen gehen. Kontakt mit anderen Hunden sollte gemieden werden. Sorgen Sie mit Decken und Kissen für zusätzliche Wärme im Hundebett sowie ausreichend Luftfeuchtigkeit im Zimmer und animieren Sie Ihren Hund immer wieder zum Trinken. Medikamente dürfen Sie dem Vierbeiner  nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt geben. Ein Besuch beim Veterinär ist ohnehin sinnvoll: Nur er kann zuverlässig beurteilen, ob es sich noch um eine harmlose Erkältung oder schon um eine ernsthafte Entzündung der Atemwege handelt.

Im Sommer stellt sich der ein oder andere Hundebesitzer vielleicht die Frage, ob der eigene Hund genug trinkt. Man kennt es von sich selbst: Oft vergisst man das Trinken, kommt nicht dazu oder hat keine Wasserflasche zur Hand. Häufige Folgen bei uns Menschen sind Unwohlsein und Kopfweh bis hin zur lebensgefährlichen Dehydration. Doch besteht die Gefahr auch bei unseren geliebten Vierbeinern? Müssen wir unsere Hunde vor einer möglichen Dehydration schützen oder regeln sie ihren Wasserhaushalt doch selbst?

Hilfe, mein Hund trinkt nicht

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund zu wenig trinkt, können Sie sein Trinkverhalten natürlich fördern. Im Winter hilft oft ein Schluck warme Brühe. Im Sommer kann ein mit Tee oder Buttermilch aufgepeppter Trinkwassernapf wahre Wunder wirken. Wie viel Wasser benötigt der Hund aber nun tatsächlich?

Wieviel trinkt ein Hund?

Fest steht, jeder Hund braucht ausreichend Wasser. Dabei ist es wichtig, dass sauberes Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Zu Hause ist das kein Problem. Dort können Sie den Wassernapf Ihres Vierbeiners täglich mit frischem Wasser füllen. Wie aber sieht es aus, wenn Sie unterwegs sind? Gerade im Sommer bei längeren Spaziergängen suchen viele Hunde nach einer Trinkmöglichkeit.

Es gibt aber auch viele Situationen, in denen der Wasserbedarf des Hundes sich plötzlich ändert oder auf gesundheitliche Probleme hinweisen kann. Wie hoch ist überhaupt der normale Wasserbedarf des Hundes ist? Wie kann er sich verändern? Und auf was müssen Sie achten, damit ihr Hund genug trinkt?

Die benötigte Trinkmenge Ihres Hundes

Der Wasserbedarf eines Hundes hängt von vielen Faktoren ab. Neben dem Körpergewicht beeinflussen unter anderem die Rasse, die Größe, das Alter, die Bewegung und natürlich auch die Außentemperatur die Trinkmenge. An heißen Sommertagen braucht der Hund mehr Wasser als im kühlen Winter.

Durchschnittlich benötigt ein Hund ca. 60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Ein Hund mit 10 kg Körpergewicht benötigt somit ca. 600 ml Flüssigkeit pro Tag, ein Hund mit 20 kg ca. 1,2 Liter. Allerdings ist das nur der Durchschnitt. Bewegung, Hitze oder Krankheiten können die notwendige Trinkmenge des Hundes stark beeinflussen.

Hinweis: Die Tabelle dient lediglich als grober Richtwert. Die genaue Trinkmenge des Hundes hängt vom Gewicht, der Schulterhöhe, dem Alter, der Aktivität, der Temperatur, möglichen Erkrankungen und der Fütterungsart ab. Bei Unsicherheiten sprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt.

Der Hund scheidet Wasser über den Urin, den Kot, die Haut oder die Atmung aus. Damit alle körpereigenen Funktionen aufrechterhalten werden können, sollte der Wassergehalt im Körper des Hundes möglichst konstant sein.

Der Einfluss von Futter auf die Trinkmenge des Hundes

Wasser wird nicht nur getrunken, sondern auch über das Futter aufgenommen. Trockenfutter enthält dabei nur ca. 10 % Wasser, Feuchtfutter hingegen ca. 80 %. Füttern Sie Ihrem Hund Nassfutter, wird er deutlich weniger trinken, als wenn Sie ihm Trockenfutter anbieten.

Hund mit 10 kg Köpergewicht

  • Feuchtfuttermenge von 400 g: Flüssigkeitsaufnahme über das Futter von ca. 320 ml, nötige Trinkmenge ca. 300 ml
  • Trockenfuttermenge von 400 g: Flüssigkeitsaufnahme über das Futter lediglich ca. 40 ml, nötige Trinkmenge ca. 560 ml

Aber auch hier gilt: Temperatur und Bewegung beeinflussen die Trinkmenge des Hundes und sie kann höher oder niedriger sein. Als Faustregel gilt (bei normaler Raumtemperatur und normaler körperlicher Aktivität):

  • Fütterung mit Nassfutter: 20 – 50 ml/kg *
  • Fütterung mit Trockenfutter: 50 – 100 ml/kg *

* Quelle: Dokumentation -> Wasserbedarf: Beagle, Bulldogge, Chihuahua, Dackel, Dobermann, Golden Retriever, Labrador, Malteser, Pekinese, Rottweiler, Schäferhund, u.a. - wieviel trinkt ein Hund mit Link http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/wasserbedarf

Der richtige Umgang mit dem Wassernapf Ihres Hundes

Hunde brauchen gerade beim Spaziergang oft sehr viel Wasser. Ursache ist das sehr schlechte „Kühlsystem“ der Hunde: Sie können sich nur über das Verdunsten von Wasser über die Zunge (Hecheln) Kühlung verschaffen. Durch diesen Verdunstungsvorgang verlieren sie aber sehr viel Wasser, weshalb sie bei Wärme oder Bewegung immer wieder Wasser aufnehmen müssen.

Hunde sind dabei leider oft nicht wählerisch. Sie trinken aus Pfützen, kleinen Tümpeln und anderen Wasseransammlungen. Das sollte aber unterbunden werden: In den Pfützen auf den Wegen befinden sich oft giftige Substanzen wie Benzin, Unrat oder Dünger. Kleinere Tümpel sind im Sommer meist verdorben und voller Bakterien. Haben Sie deshalb bei Spaziergängen immer frisches Wasser für Ihren vierbeinigen Begleiter parat. Bieten Sie ihm das Wasser im zeitlichen Abstand von maximal 30 Minuten an. Ist es besonders heiß oder versucht Ihr Hund aus Pfützen zu trinken, sogar noch häufiger. Selbst, wenn Sie die Temperatur noch als angenehm empfinden und sich durch dünne Kleidung Kühlung verschaffen können, Ihrem Hund wird es aufgrund seines Felles deutlich schneller warm. Wasser ist dann seine wichtigste Kühlung. Ideal ist ein transportabler Wassernapf. Alternativ bieten mittlerweile viele Gaststätten kostenloses Trinkwasser für die Vierbeiner an.

Auch beim heimischen Wassernapf gibt es einiges zu beachten. Wechseln Sie das Trinkwasser Ihres Hundes täglich. Achten Sie darauf, dass das Wasser keinesfalls zu heiß oder kalt ist. Befinden sich Verunreinigungen im Wasser, wechseln Sie es am besten sofort. Weiteres Muss: die regelmäßige Reinigung des Wassernapfs Ihres Hundes. Kalk- und Schmutzrückstände sollten Sie mind. einmal wöchentlich entfernen. Hartnäckigen Kalk können Sie bspw. mit Zitronensäure oder Essig (Achtung: nicht bei Plastiknäpfen nutzen) entfernen.

Weniger wichtig ist der Standort des Wassernapfes. Dieser sollte sich gut zugänglich in der Wohnung befinden. Trinkt Ihr Hund nicht regelmäßig, können Sie mehrere Wassernäpfe bspw. in der Küche und im Hausflur aufstellen, um ihn zum Trinken zu animieren. Sollten Sie Ihren Hund in einem separaten Raum alleine lassen, z. B. wenn Sie einkaufen gehen, achten Sie darauf, dass sich auch hier ein frisch gefüllter Wassernapf befindet.

Warum ist Wasser so wichtig für den Hund?

Hunde, wie auch wir Menschen, bestehen zu über 70 % aus Wasser. Jede Körperzelle ist auf das Wasser angewiesen: Das Blut braucht Wasser, das Immunsystem, der Stoffwechsel, der Kreislauf. Es ist lebensnotwendig.

So dient die Körperflüssigkeit bei der Verdauung als Transportmittel, um die Nahrungsbestandteile im Körper zu verteilen. Auf diese Weise gelangen die Stoffe ins Gewebe und zu den Organen. Die Niere hat hierbei eine Filterfunktion: Giftstoffe werden in die Harnröhre geleitet und über den Urin ausgeschieden. Auch der Zellstoffwechsel und die Regulierung der Körpertemperatur benötigen Wasser. Ohne dieses würden sie nicht mehr funktionieren. Das lebensnotwendige Wasser nimmt der Hund in der Regel über die Nahrung auf. Benötigt er mehr Flüssigkeit, muss er trinken.

Was ist Dehydration beim Hund?

Dehydration ist der Zustand, wenn ein Tier zu wenig Wasser im Körper hat und regelrecht austrocknet. Der Hund verliert also mehr Flüssigkeit, als er aufnimmt. Häufigste Ursache, wenn ein Hund dehydriert, sind Krankheiten mit einem großen Wasserverlust wie Durchfall oder Erbrechen. Wenn die Tiere im Sommer, bei heißen Temperaturen draußen sind, sollten Sie ausreichend trinken. Allerdings droht hier weniger die Gefahr einer Dehydration. Vielmehr kann es zu einer Überhitzung kommen.

Erstes Anzeichen einer Dehydration beim Hund ist ein zunehmend schlapper werdendes Verhalten. Aber Achtung: Bereits nach kurzer Zeit kann ein lebensbedrohlicher Zustand eintreten. Welpen und junge Hunde reagieren besonders empfindlich auf Wassermangel. Sollte Ihr Hund mehrmals am Tag erbrechen oder länger als 2 Tage an wässrigem Durchfall leiden, sollte er auf jeden Fall von einem Tierarzt untersucht werden. Ihren Welpen sollten Sie schon am ersten Tag bei Durchfall oder Erbrechen zu einem Tierarzt bringen. So beugen Sie einer Dehydration vor.

Besonders gefährdet sind:

  • Welpen
  • Junghunde
  • Alte Tiere
  • Tiere mit Vorerkrankung
  • Tiere in einem schlechten Allgemeinzustand

Generell gilt: Sorgen Sie daheim immer für einen vollen Wassernapf. Besonders an heißen Tagen benötigt der Hund ausreichend Flüssigkeit. Wassermangel kann gerade im Sommer sehr schnell zu einer gefährlichen Überhitzung führen. Nehmen Sie daher auch für unterwegs Wasser und eine Trinkmöglichkeit mit.

Anzeichen einer Dehydration beim Hund

Es gibt verschiedene Anzeichen, wenn ein Hund unter einer Dehydration leidet oder eine solche sich anbahnt. Meist sind die Hunde schlapp, müde und Ihr Hund trinkt nicht mehr (z. B. wegen Erbrechen oder einer anderen Grunderkrankung). Eine Möglichkeit seinen Hund auf eine Dehydration zu prüfen, ist das Anheben der Nackenhaut, um die Elastizität zu prüfen (Hautfaltentest). Bei einem dehydrierten Hund ist die Elastizität der Haut deutlich vermindert. Ziehen Sie die Nackenhaut ca. 5 bis 7 cm vorsichtig über den Rücken des Hundes nach oben. Nach dem Loslassen, sollte man die Haut genau beobachten. Eine gut mit Flüssigkeit versorgte Haut legt sich sofort wieder an. Leidet der Hund unter einer Dehydration, ist die Haut weniger elastisch und kehrt deutlich langsamer in ihren Ausgangszustand zurück. Sobald die Haut mehr als zwei Sekunden benötigt, um in ihren normalen Zustand zurückzukehren, leidet der Hund unter einer Dehydration.

Beobachten Sie Ihren Hund genau. Kann er aus irgendeinem Grund kein Wasser aufnehmen oder verliert er Flüssigkeit durch Erbrechen, Durchfall etc., sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, um eine Dehydration zu vermeiden.

Fact-Sheet: Dehydration - reale Gefahr

Risikofaktoren für eine Dehydration

Nicht nur ein leerer Wassernapf kann zu einer Dehydration beim Hund führen. Gerade ältere Hunde, die vielleicht unter Arthrose leiden, können Schmerzen beim Aufstehen oder Gehen haben. Sie werden den Wassernapf ggf. nicht so häufig wie nötig aufsuchen und weisen ein erhöhtes Dehydrationsrisiko auf. Auch gesundheitliche Schwierigkeiten wie Diabetes oder eine Nierenerkrankung können eine Dehydration fördern. In solch einem Fall ist es möglich, dass der Hund eine erhöhte Menge an Urin ausscheidet und somit wesentlich schneller Flüssigkeit verliert als ein gesundes Tier. Ein kranker Hund, der unter Appetitmangel leidet, läuft ebenfalls Gefahr zu wenig zu trinken.

Leidet ein Hund unter Durchfall oder Erbrechen, weist er ebenfalls ein erhöhtes Dehydrationsrisiko auf. Trinkt der Hund dennoch, kann das Risiko gesenkt werden. Ein gesunder Hund ist bei der Wasseraufnahme in der Regel unkompliziert und trinkt sobald er Durst hat.

Mögliche Folgen einer Dehydration beim Hund

Die Folgen einer Dehydration können tödlich sein: Es droht ein Organversagen. Je nachdem, wie lange der Hund unter einem Flüssigkeitsmangel leidet, desto gefährlicher ist es. Damit der Körper möglichst wenig Schaden nimmt, sollte ein Hund mit Verdacht auf Dehydration immer sofort als Notfall zu einem Tierarzt gebracht werden. Dieser muss im Extremfall dem Hund die Flüssigkeit mithilfe einer intravenösen Infusion zuführen. So werden die Organfunktionen während der Rehydrierung ausreichend geschützt.

Was ist los, wenn mein Hund zu viel trinkt?

Ist die Wasseraufnahme ohne erkennbaren Grund sehr viel höher als gewohnt, ist es wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen. Wenn möglich, messen Sie im Vorfeld, wieviel ihr Tier trinkt. So kann der Tierarzt die Situation besser einschätzen. Wirkt der Vierbeiner zudem schlapp, ist schnelles Handeln angesagt. Es kann eine gefährliche Gebärmuttervereiterung dahinterstecken. Aber auch Hormonstörungen, Organstörungen oder Diabetes führen oft zu erhöhtem Durstgefühl. Vermehrtes Trinken sollte daher immer von einem Tierarzt abgeklärt werden.

Fazit

Hunde sind grundsätzlich sehr unkomplizierte Trinker. Sorgen Sie einfach immer für frisches Trinkwasser, damit kein verdorbenes oder giftiges Wasser aus der Umgebung aufgenommen wird. Im Sommer bei heißen Temperaturen oder bei hoher körperlicher Aktivität sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund stets ausreichend frisches Wasser zur freien Verfügung hat. So können Sie einem möglichen Wassermangel vorbeugen. Hat ihr Vierbeiner gerade mal keine Lust, können Sie ihm den Wassernapf mit etwas Geschmack wie Brühe schmackhaft machen. Sollte ihr Hund plötzlich viel mehr trinken oder durch eine Krankheit viel Flüssigkeit verlieren, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

Fact-Sheet: Trinkbedarf messen

Auch wenn es in Deutschland keine generelle Impfpflicht gibt, ist es sinnvoll sich über das Thema zu informieren. Nicht nur wenn man mit seinem Hund ins Ausland reisen möchte, sondern auch um seinen Vierbeiner zu schützen. Denn Impfungen unterstützen das Immunsystem bei der Abwehr gefährlicher Krankheitserreger. Aber nicht jede Impfung bietet einen so hohen Schutz gegen eine Infektion wie die Tollwutimpfung. Selbst wenn sie eine Infektion mit dem Krankheitserreger nicht komplett verhindern können, helfen sie schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der empfohlenen Impfungen sowie eine Erklärung was sich überhaupt hinter der Erkrankung verbirgt. 

Tollwut

Die Tollwut ist eine Viruserkrankung, die auch auf den Menschen übertragbar ist und nahezu immer tödlich verläuft. Im Gegensatz zu Deutschland, wo seit einigen Jahren Tollwut nur noch bei Fledermäusen nachgewiesen werden konnte, gibt es benachbarte Länder, bei denen Tollwut auch noch bei Haustieren auftritt. Daher ist beim Grenzübertritt mit einem vierbeinigen Reisegefährten der Nachweis zu erbringen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde. Doch auch wenn man keine Auslandsreise mit seinem Vierbeiner plant, ist eine Tollwut-Impfung durchaus empfehlenswert, da im Falle eines Tollwutverdachtes die Tötung eines ungeimpften Tieres angeordnet werden kann.

 

 

Staupe

Staupe ist eine hochansteckende Erkrankung, die zu verschiedensten Symptomen wie Erbrechen und Durchfall, Husten und Nasenausfluss bis hin zu Lähmungserscheinungen und Anfällen führen kann. Besonders gefährdet sind Welpen, Tiere mit einem geschwächten Immunsystem und ungeimpfte Tiere. Da diese Viruserkrankung oft einen schweren Verlauf zeigt und tödlich enden kann, ist es sehr empfehlenswert seinen Hund mit einer Impfung zu schützen.

 

 

Leptospirose

Die Leptospirose wird von speziellen Bakterien, den Leptospiren, verursacht und ist auch auf den Menschen übertragbar. Die ersten Symptome einer Leptospirose sind allgemeine Mattigkeit und Fieber, gefolgt von Erbrechen, Durchfall und zunehmender Schwäche. Massive Organschäden an Leber und Niere führen nicht selten zu Organversagen und Tod. Heute gibt es die Möglichkeit seinen Hund gegen die 4 wichtigsten  Leptospiren-Arten zu impfen und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zu senken sowie die Überlebenschancen zu verbessern.

 

 

Hepatitis Contagiosa Canis

Mit HCC (Hepatitis Contagiosa Canis) wird eine ansteckende Leberentzündung bei Hunden bezeichnet, die Dank jahrelanger konsequenter Impfung nur noch selten auftritt. Heute werden Krankheitsausbruche überwiegend durch ungeimpfte oder bereits erkrankte Welpen unsicherer Herkunft verursacht. Erste Krankheitsanzeichen sind einer Magen-Darm-Infektion sehr ähnlich: Übelkeit, Futterverweigerung, Erbrechen und Durchfall. Durch die Schädigung der Leberzellen kommt es oft zu chronischen Leberschäden. Nicht selten endet auch diese Viruserkrankung tödlich. 

Parvovirose

Auch die Parvovirose zählt zu den stark ansteckenden Viruserkrankungen des Hundes. In der Regel zeigen erkrankte Tiere Fieber, Appetitlosigkeit, heftiges Erbrechen, starken Durchfall und deutliche Mattigkeit. Der schnelle und massive Flüssigkeitsverlust muss umgehend behandelt werden, um die Erkrankung erfolgreich behandeln zu können. Bei Jungtieren kann zusätzlich auch eine gefährliche Herzmuskelentzündung auftreten. Eine Impfung gegen Parvovirose ist daher sinnvoll.

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist vergleichbar mit unserer „Grippe“ (Influenza). Die durch Viren verursachten Symptome sind sehr ähnlich. Die Hunde niesen, husten und fressen wegen der Schluckbeschwerden und des Hustenreizes oftmals nicht mehr. Der anfänglich trockene Husten kann sehr quälend werden. Wenn sich Bakterien ansiedeln, entsteht eitriger Nasenausfluss und Auswurf beim Husten und es können sich Fieber und eine Lungenentzündung entwickeln. In schweren Fällen kann die Genesung mehrere Monate dauern. Wenn Hunde regelmäßig den Hundeplatz und Hundeausstellungen besuchen oder Kontakt mit vielen unterschiedlichen Artgenossen haben, ist eine Impfung wegen der hohen Ansteckungsgefahr und der langen Krankheitsdauer sehr zu empfehlen. 

Wenn Sie sich nicht sicher sind, gegen was Ihr Hund geimpft ist, gehen Sie mit Ihrem Impfpass zum Tierarzt. Dieser kann mit einem kurzen Blick prüfen welche Impfungen vorhanden sind und welche Impfungen ggf. aufgefrischt oder nachgeholt werden sollte. Gerade wenn Sie planen mit Ihrem Hund zu verreisen, sollten Sie sich vorab mit Ihrem Tierarzt besprechen. Dieser kann Ihnen bei Fragen bzgl. der Einreisebedingungen für Ihren Hund (vorgeschriebene Impfungen, Nachweise etc.) weiterhelfen und die entsprechend notwendigen Impfungen und Untersuchungen vornehmen. 

Fact-Sheet: Impfempfehlungen beim Hund

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