Liebe Hundefreunde,  

Mein erster eigener Hund lief meiner Familie damals zu: Schnappi, ein kleiner, süßer Promenadenmischling. Ich habe ihn sofort ins Herz geschlossen und mir diese tiefe Liebe zu Hunden seitdem erhalten. Heute sind Luna, Smokey und Bagoj, an meiner Seite.  

Hunde sind für uns echte Familienmitglieder, um deren Wohl wir uns jeden Tag sorgen. Und deshalb geben wir auch bei Happy Dog immer unser Bestes gesunde Nahrung für Hunde herzustellen – für jede Größe, für jedes Bedürfnis und für jedes Alter.  

Wir möchten Sie unterstützen, damit auch Sie und Ihr Hund von Anfang viel Freude an ihrem Zusammenleben haben. Auf den folgenden Seiten finden Sie wertvolle Tipps für die erste Zeit mit Ihrem Welpen und vor allem für die gesunde Ernährung Ihres Hundebabys. Für weitere Fragen und eine individuelle Futterberatung steht Ihnen außerdem unser Service gerne zur Verfügung.  

Herzlichst,
Ihr Georg Müller

Happy Dog, Georg Müller
Georg Müller

Gründer und Geschäftsführer
von Happy Dog

Bevor Ihr Welpe bei Ihnen einzieht, sollten Sie die Grundausstattung für das Leben mit Hund bereits im Haus haben und Ihre Wohnung möglichst hundesicher gemacht haben. Mit den folgenden Tipps und Checklisten sollten Sie für alles gewappnet sein.

Einkaufsliste für das Nötigste

Zunächst die Einkaufsliste für das Nötigste - am besten besorgen Sie alles, bevor Ihr Welpe bei Ihnen einzieht: 

  • Futter

Bleiben Sie anfangs bei der Marke, die Ihr Welpe bisher bekommen hat. Nach einiger Zeit können Sie langsam auf das Futter Ihrer Wahl (HappyDog Mini Baby und Junior, bzw. Medium Baby oder Maxi Baby) umstellen.

  • Näpfe
  • Leine und Halsband
  • Hundebett
  • Spielsachen

Z.B. Stofftiere, Bälle aus Kautschuk und Quietschspielzeuge. Achtung vor verschluckbaren Kleinteilen!

  • Kauartikel aus Büffelhaut
  • Kotbeutel
  • Zeckenzange
  • Welpenshampoo 

Hundehaut hat einen anderen ph-Wert als Menschenhaut, daher extra Shampoo kaufen.

  • Hundezahnbürste

Weiche, sehr kleine Kinderzahnbürste verwenden oder Fingerlinge.

  • Kamm / Bürste
  • Hundebox

Als Transportmöglichkeit und auch als Schlafplatz nutzbar (bis er zuverlässig stubenrein ist).

  • Fleck- und Geruchsentferner
    Das Haus hundesicher machen

    Junge Hunde sind neugierig, untersuchen alles und nehmen alles in ihr kleines Maul. Gehen Sie daher aufmerksam durch Ihre Wohnung und entfernen alles, was Ihrem Welpen gefährlich werden könnte:

    • Arbeitszimmer: 

    Kabel, Büroklammern, Klebstoffe, Scheren, Nägel, Nadeln, Schrauben,…

    • Küche und Bad: 

    Reinigungsmittel, Messer, Scheren, Spülmaschinenmittel und Klarspüler, Tampons,…

    • Kinderzimmer: 

    Plastik-Spielzeug, Legosteine, Stofftiere/Puppen mit Glasaugen, Perlen – am besten sichern Sie das Kinderzimmer mit einem Kindergitter vor dem Hund.

    • Garten, Keller und Garage: 

    Düngemittel, Insekten- oder andere Gifte, Ratten- oder Mausefallen, Angelzeug, Frostschutzmittel.

    • Giftige Zimmerpflanzen: 

    Alpenveilchen, Amaryllis, Primel, Prachtlilie, Ritterstern, Christusdorn, …

    • Unverträgliche Lebensmittel: 

    Schokolade, Weintrauben und Rosinen, Kaugummis, Zwiebeln, Knoblauch

      Die erste Fütterung im neuen Zuhause

      Mit der ersten Fütterung oder gar einem Futterwechsel sollten Sie es  langsam angehen lassen. Der Einzug ins neue Zuhause ist für Ihren Welpen nämlich mindestens genauso aufregend wie für Sie. Die neue Umgebung, die neuen Gerüche, die Trennung von der Mutter und den Geschwistern: diese vielen neuen Erfahrungen und Reize können einem kleinen Hundewelpen durchaus auf den Magen schlagen. Um den Organismus des Hunde-Babys nicht noch zusätzlich zu belasten, ist es zwar ratsam, dem Welpen sofort ein Schälchen mit frischem Wasser anzubieten, Futter aber erst nach ein paar Stunden im neuen Zuhause hinzustellen. Sollte der Welpe nicht sofort fressen wollen, ist das übrigens kein Grund zur Sorge. In der Regel kommt der Hunger spätestens am nächsten Tag wieder, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat. 

      Weitere Tipps zur Fütterung >>

      Einen Welpen zu adoptieren ist eine große Entscheidung – immerhin wird Ihr neuer Freund Sie und Ihre Familie hoffentlich lange begleiten. Die Ernährung und die Erfahrungen der ersten Monate prägen den Welpen nachhaltig und legen den Grundstein für seine weitere Entwicklung. Deshalb sollten Sie die folgenden Punkte sorgsam beachten.

      Die richtige Ernährung vom ersten Tag an

      Um sich optimal zu entwickeln, brauchen Welpen in ihren ersten Lebenswochen eigentlich nur die Milch ihrer Mutter. Nur wenn die Hündin nicht genug Nahrung produziert, sollte zugefüttert werden. Allerdings dürfen Welpen keine normale Kuhmilch erhalten, sondern brauchen spezielle Welpenmilch, wie unsere „Happy Dog Supreme Baby Milk“ mit einem geringen Lactosegehalt und speziellen, darmstabilisierenden probiotischen Kulturen. 

      Ungefähr ab der vierten Lebenswoche wollen die Welpen ausprobieren, wie feste Nahrung schmeckt und wagen sich erstmals auch an den Napf. Spätestens ab der achten, meist aber schon in der sechsten und siebten Lebenswoche, stellt die Hündin das Säugen ein und die kleinen Hunde nehmen ab dann nur noch feste Nahrung zu sich.  

      Der Schritt von der Muttermilch hin zur festen Nahrung ist für den kleinen Hundeorganismus eine durchaus große Leistung. Um ihn dabei zu unterstützen und Verdauungsstörungen vorzubeugen, sollte vom ersten Tag an nur hochwertiges Welpen-Futter gegeben werden. Das ist auch deshalb wichtig, weil junge Hunde ganz andere Ansprüche an ihre Nahrung haben als ausgewachsene Tiere. 

      Hoher Energiebedarf des Welpen

      Wer seinem Welpen beim Spielen zuschaut wird schnell feststellen, dass Neugier und Spieltrieb des kleinen Fellbündels unendlich scheinen. Tatsächlich sind Welpen deutlich aktiver als erwachsene Tiere, weshalb „normale“ Hundenahrung für erwachsene Tiere nicht so gut für sie geeignet ist. So brauchen Welpen im Verhältnis mehr Kalorien, auch ihr Bedarf an Proteinen (Eiweiß) und Mineralstoffen ist erhöht. Bei großen Hunderassen spielt zudem das passende Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor eine wichtige Rolle: Es sorgt für den gesunden, aber nicht zu schnellen Knochenaufbau. Ernährungsfehler können lebenslange Folgen haben, die Wahl der passenden Welpennahrung ist deshalb von entscheidender Bedeutung. 

      Ernährungsfehler vermeiden

      Mit der Trockennahrung von Happy Dog sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite: Unser hochwertiges Trockenfutter ist optimal auf die Bedürfnisse von Junghunden und Welpen abgestimmt. Es enthält alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe, die Ihr Hund braucht um groß und stark zu werden. Da der Energiebedarf eines Welpen oder Junghundes auch von der Größe der Rasse abhängig ist, wurde die Welpennahrung von Happy Dog auf diese Bedürfnisse abgestimmt: Unser Welpenfutter gibt es für kleine, mittelgroße und große Hunderassen.  

      Mit seinem 2-Phasen-Konzept orientiert sich Happy Dog außerdem an dem, was Wolfsmütter in der Ernährung ihres Nachwuchses instinktiv beachten. Wenn Welpen von Muttermilch auf festes Futter umsteigen, geschieht das nämlich nicht schlagartig, sondern in zwei Stufen. Etwa ab der zehnten Lebenswoche versorgt die Mutter ihre Welpen mit hochgewürgtem und vorverdautem Fleisch, erst nach und nach bekommen sie auch kleine Beutetiere, die auch schwerer verdauliche Teile umfassen. Mit dem Happy Dog 2-Phasen-Konzept bekommt Ihr Welpe zunächst Futter mit einem höheren Proteingehalt, da dies der vorverdauten Nahrung entspricht. Erst ab dem fünften bis siebten Monat, wird auf einen niedrigeren Proteingehalt umgestellt, was ebenfalls den natürlichen Bedingungen entspricht. 

      Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Nahrung die richtige für Ihren Hund ist, dann lassen Sie sich von unserem Happy Dog Service Team beraten. Unsere Experten helfen Ihnen gerne und individuell weiter.

      Trockenfutter für Welpen

      Trockenfutter oder Nassfutter – welche Fütterungsform ist besser? Diese Frage stellen sich viele Hundehalter. Tatsächlich kann keine Nahrungsform als grundsätzlich „besser“ als die andere bezeichnet werden. Entscheidend für Ihren Hund ist, dass es sich um ein als „Alleinfutter“ deklariertes Produkt handelt. Denn nur diese Art von Nahrung garantiert, dass der Welpe tatsächlich mit allen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen versorgt wird, die er braucht.  

      Trockenfutter hat gegenüber Nassfutter außerdem einige praktische Vorteile. Das intensivere Kauen stärkt das Zahnfleisch. Da es auch im Sommer länger im Napf bleiben kann, ohne zu verderben und sich leichter entfernen lässt, ist es hygienischer als Nassfutter. Selbst bei geöffneter Verpackung ist das Futter vergleichsweise lange haltbar. Und es ist deutlich umweltfreundlicher, weil nicht täglich leere Dosen anfallen. Da es energiereicher ist, benötigt der Halter zudem weniger davon, wodurch Trockenfutter vergleichsweise günstig ist.  

      Damit die Versorgung mit Wasser auch bei einer Fütterung mit Trockenfutter in jedem Fall ausreichend ist, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Hund stets frisches Wasser zur Verfügung hat. Am besten stellen Sie mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Stellen Ihrer Wohnung auf, um Ihren Welpen zum Trinken zu animieren.

      Futterwechsel schrittweise vollziehen

      In den ersten Tagen sollten Sie möglichst bei der Welpennahrung bleiben, die Ihr Welpe zuvor schon in seinem alten Zuhause bekommen hat. Eine Futterumstellung in dieser Zeit kann die Verdauung des jungen Hundes nämlich zusätzlich belasten.

      Hat sich der kleine Hund ein wenig eingelebt, also in der Regel schon nach ein bis zwei Wochen, können Sie mit der Umstellung beginnen: Mischen Sie unter die tägliche Futterration ein wenig von der neuen Nahrung und steigern sie deren Anteil täglich ein wenig mehr. So kann sich der Verdauungstrakt des Welpen allmählich an das neue Futter gewöhnen. Haben Sie sich für ein Welpen-Futter entschieden, sollten Sie dabei bleiben.  

      Wie viel Futter braucht mein Welpe?

      Die genaue Bemessung der täglichen Nahrungsmenge ist wichtig, weil eine Über- oder Unterversorgung mit Vitaminen und Nährstoffen zu Wachstumsschäden führen kann. Deshalb sollten Sie sich möglichst an die Fütterungsmengenempfehlung halten, die Sie auf der Verpackung der Happy-Dog-Trockennahrung finden. Basis ist immer das alters- und rassetypische „Sollgewicht“ und nicht unbedingt das momentane „Ist-Gewicht“. Dieses kann bei zu schnell gewachsenen Jungtieren nämlich höher ausfallen. Würde man es bei der Fütterung zugrunde legen, würde man das zu rasche Wachstum weiter fördern. Generell gilt daher als Faustregel eher knapp bemessen – also „so wenig wie möglich und so viel wie nötig“ – zu füttern.

      Wie oft muss ich meinen Welpen füttern?

      Experten  empfehlen:

      • bis zum Alter von 4 Monaten: 4 Mahlzeiten/Tag,
      • bis zum Alter von 6 Monaten: 3 Mahlzeiten/Tag,
      • ab einem halben Jahr: 2 Mahlzeiten/Tag

      Während erwachsene Hunde in der Regel zwei Mal am Tag gefüttert werden, müssen Welpen häufiger die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme bekommen. Sie haben einen noch relativ kleinen Magen und können noch keine großen Futtermengen aufnehmen. Letzteres würde ihren Organismus zu sehr belasten.

      Darf ich meinem Welpen auch zwischendurch was geben?

      Genauso wie erwachsene Hunde lieben Welpen natürlich Leckerlis zur Belohnung oder kleine Snacks zwischendurch. Diese sollten allerdings nur sparsam gegeben und bei der täglichen Futtermenge entsprechend mitberechnet werden. Alternativ kann auch einfach ein Teil der täglichen Trockenfuttermenge als Leckerli verabreicht werden. 

      Wann stelle ich auf „Erwachsenenfutter“ um?

      Hier wird nach der (voraussichtlichen) Größe des ausgewachsenen Tieres unterschieden:

      • Kleinen Rassen (bis 10 kg): mit ca. 9-12 Monaten umstellen
      • Mittelgroße Rassen (11-25 kg): mit ca. 12-15 Monaten umstellen
      • Riesenrassen (ab 26 kg): mit ca.15-18 Monaten umstellen -  dann ist das Größenwachstum nahezu abgeschlossen.

      Das Anschluss-Futter wird dabei je nach Rassen, Stoffwechselveranlagung und Leistung ausgewählt (z.B. Adult Mini für ausgewachsene Hunde bis 10 kg mit normalem Energiebedarf, Adult Medium für ausgewachsene Hunde von 11-25 kg mit normalem Energiebedarf, Adult Maxi für ausgewachsene Hunde ab 26 kg mit normalem Energiebedarf).

      Welpe, Fütterung, Tipps, Trockenfutter

      Wenn Ihr neuer Bewohner ins Haus kommt, denken Sie bitte daran, dass er nun in ganz kurzer Zeit sehr viel Neues verdauen muss. Er hat sein gewohntes Umfeld, seine Geschwister und seine alte Familie nicht mehr um sich, und muss sich erst an seine neue Menschen und die neue Umgebung gewöhnen. Lassen Sie ihm Zeit!  

      Bei aller Liebe und auch wenn Sie beim Anblick des kleinen Vierbeiners Herzchen in den Augen haben und dahin schmelzen, wird es Zeiten geben, in denen Sie ihn am liebsten ohne Rückfahrticket auf den Mond schießen würden. Zum Beispiel, wenn er gerade das dritte Paar Ihrer Lieblingsschuhe zerbissen hat.  

      Spätestens dann wird klar, dass man mit der Grunderziehung des Welpen beginnen sollte. Die folgenden Tipps beschränken sich auf wenige aber grundlegende Punkte, weil sie erst einmal das Wichtigste sind, was das Hundekind lernen muss.

      Stubenreinheit

      Routine ist alles

      Je kleiner der Hund, desto kleiner seine Blase. Eine Blasenmuskulatur zum „Anhalten“ muss sich erst entwickeln.

      Ein acht Wochen alter Welpe kann im Wachzustand normalerweise ca. eine bis eineinhalb Stunden „aushalten“. Im Alter von drei Monaten schafft er schon zwei bis drei Stunden. Erwachsene Hunde müssen sich durchschnittlich mindestens vier Mal am Tag lösen.

      Bringen Sie Ihren Welpen immer nach draußen, wenn

      • Er gerade aufgewacht ist
      • Er gerade gefressen und/oder getrunken hat
      • Er sie gerade fröhlich begrüßt
      • Er gerade irgendwo gespielt hat und nun mit deutlichen „Suchsignalen“ woanders hin spaziert
      • Er kleine Kreise zieht und auf dem Boden schnüffelt
      • Er gerade wild getobt hat

      Behalten Sie Ihren Welpen immer im Blick, damit Sie sofort sehen, wenn er anfängt, sich einen Toilettenplatz zu suchen. Nehmen Sie ihn dann hoch und tragen ihn schnell nach draußen auf seinen angestammten Toilettenplatz. Nach einiger Zeit hat der Welpe verstanden, dass das Haus keine Toilette ist und wird von sich aus zur Garten- oder Haustür laufen, wenn er „mal muss“. 

      Ihn dafür zu bestrafen, wenn er ins Haus macht bringt leider überhaupt nichts, außer dass er anfängt, sich vor Ihnen zu fürchten. Wenn es im Haus ein Malheur gibt, reinigen Sie die Unfallstelle gründlich mit einem Enzymreiniger aus dem Zoofachhandel. So  bleiben keine Gerüche zurück, die den Welpen auf den Gedanken bringen könnten, hier sei ein gemütlicher, warmer und zugfreier Toilettenplatz.

      Alleine bleiben

      Alleine bleiben muss man üben, wenn der Welpe  alt genug ist, um eine gewisse Gelassenheit zu wahren und er gut in sein neues Zuhause eingewöhnt ist. Das ist meist nicht vor der 14. oder 15. Lebenswoche.

      Fangen Sie an, indem Sie ihm einen Kauknochen geben und den Raum verlassen, wenn er sich entspannt damit beschäftigt. Rumoren Sie bei geschlossener Tür in einem anderen Zimmer. Wenn er vor der Tür weint, öffnen Sie die Tür erst, wenn er eine Jammer-Pause macht. Gehen Sie ohne ihn zum Briefkasten und machen Sie keinen Begrüßungsaufstand, wenn Sie wieder zur Tür hereinkommen: Sie waren ja nur ein paar Minuten weg!

      Sobald er diese kurzen Abwesenheiten akzeptiert, verlängern Sie die Phasen ein wenig. Geben Sie ihm vorher ein Futterspielzeug, das Sie z.B. mit Hundekeksen befüllen, damit Ihr Weggehen nicht so furchtbar wichtig ist.  Schleichen Sie sich niemals aus dem Haus, sondern verabschieden Sie sich im immer gleichen, neutralen Tonfall. Je häufiger Sie üben, desto weniger wird ihm das Alleine Bleiben etwas ausmachen.

      Zeigt Ihr Hund trotz intensivem Üben Stresssymptome, sollten Sie einen kompetenten Hundetrainer mit ins Boot holen.

      Komm!

      Das Wichtigste Kommando in der Hundeerziehung ist zweifellos „Komm!“. Ein Hund, der zuverlässig zurückkommt, hat mehr Freiheit: Er darf ohne Leine laufen und mit anderen Hunden spielen. Deshalb sollten Sie alle Zeit und Sorgfalt in dieses Kommando stecken.

      Gehen Sie mit Ihrem Welpen in ein abgeschlossenes Gelände und fangen Sie an:  Rufen Sie den Namen Ihres Hundes und koppeln Sie es mit dem Komm-Wort, das Sie von nun an immer hierfür verwenden, also „Fiffi komm’!“ oder „Fiffi zu mir!“, oder „Fiffi hierher!“ – wichtig ist, dass es bei diesem Wort bleibt. Und dann rennen Sie los. Der Welpe wird Ihnen im fröhlichen Galopp folgen, denn er will Sie ja keinesfalls verlieren. Bleiben Sie stehen, gehen Sie in die Hocke, lassen Sie den Kleinen herankommen und geben Sie ihm einen Keks zur Belohnung. Und dann wiederholen Sie das Ganze. Üben Sie das „Komm!“ mit Ihrem Welpen 20- 30Mal am Tag, auch im Haus: Bevor Sie ihn füttern, bevor Sie mit ihm spielen - damit es ihm wirklich zur 2. Natur wird.

      Schwieriger wird es, ihn zu rufen, wenn er etwas wirklich Interessantes vor der Nase hat. Ein Hund, der erst fünf Monate alt ist, wird das nicht können, weil er Sie im Zweifelsfall gar nicht hört, wenn er gerade mit einem anderen Hund spielt und tobt. Vergeuden Sie Ihr Kommando also nicht, sondern holen Sie ihn in solchen Fällen einfach. Aber wenn er alleine im Garten herumwurschtelt, rufen Sie ihn  mit verheißungsvoller, fröhlicher Stimme, und geben Sie ihm einen Keks, sobald er da ist. Je schwieriger die Situationen, aus denen Sie den jungen Hund herausrufen, desto toller muss die Belohnung sein, die Sie ihm bieten, denn er hat ja wirklich etwas Besseres zurück gelassen, um zu Ihnen zu kommen.

      Lass` das!

      Manch schlechtes Benehmen lässt sich einfach ignorieren: Wenn Ihr Welpe z.B. versucht, sie anzuspringen, drehen Sie sich weg und dem Hund den Rücken zu. Mit dem Ignorieren nehmen Sie im das weg, was er unbedingt wollte: Aufmerksamkeit.

      In vielen Situationen reicht das jedoch leider nicht aus: Zerkaut Ihr Welpe gerade Ihre Lieblingsschuhe, so kann man das nicht einfach ignorieren. Daher müssen Sie ein Kommando etablieren, das den Welpen in seinem Tun unterbricht. „Lass` das“ ist dafür besser geeignet als „Nein!“, da es im Alltag nicht in so vielen unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet wird.

      Beginnen Sie mit folgender Übung:

      Legen Sie einen Keks auf die Handfläche und halten ihn dem Welpen hin. Möchte er den Keks nehmen, schließen Sie schnell die Hand und sagen „Lass’ das“. Nach kurzer Zeit öffnen Sie die Hand erneut und wiederholen Sie das Spiel. Meist lernen Welpen recht schnell, was „Lass’ das“ bedeutet und werden bald, wenn Sie die Hand öffnen, zur Seite gucken. Warten Sie ein bisschen und bieten Sie ihm den Keks wieder an mit dem Kommando „Nimm’ es“ (und ab jetzt gibt es Kekse NUR noch mit der Aufforderung „Nimm’ es“). Wenn dies funktioniert, steigern Sie die Anforderung und legen einen Keks vor sich auf den Boden. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund sich nicht auf den Keks stürzt, sondern stellen Sie sich so hin, dass Sie im Zweifellfall den Fuß darauf stellen können. Wiederholen Sie diese Übung so lange zuerst zu Hause, und schließlich unter Ablenkung draußen, bis Ihr Hund den Keks so lange nicht anrührt, bis Sie ihn mit „Nimm’ es!“ freigeben. 

      Das richtige Timing

      Richtiges Timing ist das A und O in der Hundeerziehung. Bei Hunden hat man ca. 2 – 3 Sekunden Zeit, um ein erwünschtes Verhalten zu bestätigen oder einem unerwünschten Verhalten eine Grenze zu setzen. Alles was danach erfolgt, kann der Hund nicht mehr mit dem vorher gezeigten Verhalten in Verbindung bringen. Im Falle einer Belohnung ist das nicht weiter schlimm, der Hund wird sich über den „Gratis-Keks“ freuen. Wenn Sie ihm allerdings eine Grenze setzen wollen, ist es sehr wichtig, dass der Hund versteht, was genau Sie nicht wollen – sonst wird er Sie für unberechenbar halten.

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