Happy Dog Jugendteam
Patrizia Aschke
Ausbilden, beurteilen, fachsimpeln – Patrizia Aschke kann es in der Szene durchaus mit langjährigen und erfahrenen Hundeführern aufnehmen: Sie ist seit ihrem ersten Lebensjahr Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV), ist durch die Schäferhundzucht ihrer Eltern mit den imposanten Vierbeinern aufgewachsen. Da ist es nur logisch, dass für sie kein anderes Tier als Trainings-, Sport- und Freizeitpartner in Frage kommt.
Schon früh hat Patrizia angefangen, auf Schauen erste, eigene Erfahrungen zu sammeln und die Hunde von Vereinskollegen im Ring zu führen. Zahlreiche TV- und Print-Magazine dokumentieren die Erfolge des ungewöhnlichen Mädchens immer wieder.
Wahrscheinlich werde ich wirklich von so vielen Menschen gesehen.
Ein Händchen für Hunde habe ich von meinem Vater geerbt. Er brachte mir bei Hunde zu führen und dies brachte nicht immer frieden mit sich. Am Anfang, denke ich, glaubte er nicht so sehr an mich. Denn es ist nicht leicht sich im SV durchzusetzen und sogar von Richtern gefragt zu werden, ob man nicht Interesse hat, seinen Hund zu führen. Mein Papa gibt mir jetzt die Chance mit Exe meinen größten Traum zu erfüllen: Einmal in meinem ganzen Leben eine Hündin in der Gebrauchshundklasse zu führen und im großen Stadion zu laufen.
Meinen ersten Hund habe ich relativ früh auf der DJJM geführt. Iska von der Grafschaft Mark. Iska’s Führerin ist leider krank geworden, so durfte ich mich das erste Mal in meinem Leben beweisen.
Danach habe ich erstmal ganz klein angefangen. Ich durfte auf Schauen nicht mehr als rufen und ab und an einen Erfahrenen Hund nach der Schnellenrunde führen. (Da ist die Schau dann fast vorbei)
Dann kam das Highlight in meinem Leben, ich durfte Dolores auf der DJJM führen und wurde deutsche Meisterin. Lange musste ich mit meinem Papa drüber Diskutieren, denn Doli war kein leichter Hund und in den Augen meines Vaters“ die Hündin des Jahres“.
Auf der Siegerschau führte ich das erste Mal mit 10 ½ Jahren. Ich war wirklich stolz, da ich die jüngste Teilnehmerin war. Doch musste ich mich immer wieder beweisen, denn mein Papa mochte lieber erfahrende Hundeführer die wussten was sie taten. Neben bei hatte ich noch eine sehr tolle Hündin. Sie konnte leider nicht mehr ausgestellt werden, da sie zu alt war, aber ich war trotzdem stolz einen eigenen Hund zu haben, der meiner Meinung nach der schönste auf der Welt war. Mit 12 Jahren bekam ich dann endlich einen jungen Hund. Olivia. Ich bildete Olivia alleine aus bis zur IPO 3 (Höchste Prüfung im SV). Sie hatte 3 Würfe, was mich als junge Züchterin natürlich umso mehr freute. Anfang dieses Jahres verstarb Olivia dann. Sie hatte Krebs im Gesäuge und im Kopf. Sie war ein toller Begleiter. Olivia war immer da, es war schwer zu verstehen, dass nachts keiner mehr neben meinem Bett lag und auf mich aufpasste. Mein Papa verstand mich als ich ihm mitteilte, dass ich keinen Hund mehr haben wolle und mich lieber auf die Schule konzentriere. Doch hatte er schon einen neuen Plan mich am Hundesport zu halten. Ich bekam Nici. Er ist der Hund von Yoe, einem Mann aus Malaysia. Ich bilde Nici aus und nach der Siegerschau in Nürnberg wird Nici rüber fliegen.
Aber mein Papa hatte schon eine neue Idee was ich nach der Siegerschau machen werde. Ich bekomme einen Furbo Welpen. Furbo degli Achei ist italienischer Hund und das Schönste was ich je gesehen habe.
Mein neuer Welpe wurde kurz vor meinem Geburtstag geboren. Er hat jetzt schon im Alter von 3 Wochen einen richtig dicken Kopf. Seine Mutter ist eine Olli Tochter. Es freut mich jetzt wenigstens ihre Nachkommen wachsen zu sehen, so habe ich immer eine Erinnerung an den ersten richtigen Hund in meinem Leben. Der kleine Welpe wird „ Ramon“ heißen. Vielleicht werde ich mit ihm eine eigene Zucht auf machen. Einen Namen für meinen Zwinger habe ich auch schon „ von der Grafschafts Tochter“. Ich möchte, dass, das was mein Vater sich aufgebaut hat, erhalten bleibt, denn damit bin ich groß geworden und jeder braucht doch eine kleine Erinnerung an das, womit sein Erfolg begann. Ich trainiere jeden Tag hart für das, was ich erreichen möchte und das ist nicht gerade wenig.
Mein Pferd spielt natürlich in meinem Leben eine weitere große Rolle. Mit ihm feiere ich eben falls Erfolge. Mein Trainer Michael musste mich manchmal auf den Boden der Tatsachen zurückholen, schließlich möchte ich manchmal mehr, als das was in dem Moment drinnen ist.
Ich glaube mein Großer Ehrgeiz und mein Wille haben mich zu dem gebracht, wo ich jetzt bin. Und das ist da, wo ich mich früher nicht gesehen habe. Und jeder Erfolg hat seinen Preis. Der Sport ist das, was in meinem Leben bestimmt und dieser Teil ist nicht gerade klein.

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